China-Trip: Bubble Beatz' «Schrott» blieb am Zoll hängen
Aktualisiert

China-TripBubble Beatz' «Schrott» blieb am Zoll hängen

Nächste Woche trommeln Bubble Beatz an einem grossen Festival in China. Doch dem St. Galler Duo macht die Bürokratie Probleme.

von
Urs-Peter Zwingli

Am Samstag fliegen die St. Galler Musiker Kay Rauber und Christian Gschwend – bekannt als Bubble Beatz – nach China. Dort werden sie am Midi Modern Music Festival, dem grössten Rockfestival Chinas, in Peking und Shanghai insgesamt neun Mal Live auftreten. «Seit ich mit meiner anderen Band Starch in Asien gespielt habe, wollte ich auch mit Bubble Beatz dahin», sagt Rauber. Ihn reize das «Unplanbare» an China – doch gerade das hat dem Duo nun Probleme bereitet: Bubble Beatz machen Perkussion auf selbstgebastelten Instrumenten aus Schrott. Über eine Tonne Material musste nach China geschickt werden. «Die Logistik ist extrem anspruchsvoll, wir haben viele Tage Planung und rund 8000 Euro aufgewendet», sagt Manager Achim Rheiner.

Der Botschafter musste helfen

Problematisch war laut Toxic.fm etwa, dass China den Import von Schrott verbietet. «Wir mussten den Schweizer Botschafter um Hilfe bitten», sagt Rheiner. Dieser setzte ein Empfehlungsschreiben auf, dass es sich beim Schrott um ein «Kunstobjekt» handelt. Trotzdem sind noch einige Hürden zu bewältigen: Der chinesische Zoll am Flughafen Peking blockiert momentan die zwei extra angefertigten Transportkisten. «Doch bis jetzt konnten wir noch jedes Problem irgendwie lösen», sagt Rheiner. Nun hoffen Bubble Beatz, deren neues Album im Herbst erscheint, auf ein Abenteuer – und weitere Gigs in Asien dank des Festivals: «Ziel ist es, in den nächsten Jahren eine richtige Tour zu spielen», sagt Rauber.

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