Sprach- und Leseförderung: «Buchstart» startet im Kanton Baselland

Aktualisiert

Sprach- und Leseförderung«Buchstart» startet im Kanton Baselland

Das Frühsprach- und Leseförderungsprojekt «Buchstart» ist in Baselland gestartet. Alle Neugeborenen sollen ein Buchpaket geschenkt erhalten, und die öffentlichen Bibliotheken bieten für sie kostenlose Abonnemente an.

Jedes Neugeborene soll die Chance haben, mit Büchern aufzuwachsen und beim Spracherwerb gefördert zu werden - das ist die Idee der Aktion «Buchstart», die von der Bildungsdirektion am Donnerstag vorgestellt wurde: Laut Bildungsdirektor Urs Wüthrich beginnt mit der Geburt «nicht nur der Start ins Leben, sondern auch der Start ins Lesen».

«Buchstart» gibt es in fast allen Ländern Europas und seit 2008 auch in der Schweiz. Lanciert haben die Aktion hierzulande die Stiftung Bibliomedia Schweiz und das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien . Die vom Bund getragenen Organisationen werden zudem von Sponsoren unterstützt.

Ursprünglich stammt die Idee aus England: Die Autorin Wendy Cooling startete 1992 das erste Projekt in Manchester. Heute wird die Organisation mit staatlichen Mitteln finanziert, jedes Neugeborene in Grossbritannien erhält ein Buchpaket, und Tausende Kinder besuchen «Bookstart»-Spielgruppen und -Veranstaltungen.

Erstmals flächendeckend

In der Schweiz ist gemäss Wüthrich das Baselbiet der erste Kanton, der «Buchstart» flächendeckend umsetzt. Auch hier sollen nun alle Neugeborenen ein Buchgeschenk erhalten, und die Eltern sollen darüber informiert werden, wie wichtig das Reden und Vorlesen und der Kontakt mit Büchern für die Entwicklung des Kleinkindes ist.

Alle öffentlichen Bibliotheken bieten zudem ein kostenloses Abonnement für Neugeborene an. Die Initiative zur Umsetzung ergriffen hatten die Fachstelle Erwachsenenbildung der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) und die Kantonsbibliothek. In der Folge machten alle öffentlichen Bibliotheken mit.

Die Bibliotheken waren bereit, in ihrem Gebiet mit Kinderärzten, Mütter- und Väterberatungsstellen, Kindertagesstätten und Familienzentren ein Netz aufzubauen. Sie ergänzten auch ihr Angebot. Hinzu stiess aber auch etwa das Rote Kreuz Baselland, das «Buchstart» in seine Babysitter- und Elternkurse einbaut. (sda)

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