Budapest fest in Bauernhand
Aktualisiert

Budapest fest in Bauernhand

Protestierende Landwirte haben am Dienstag mit mehr als 500 Traktoren die Innenstadt von Budapest blockiert. Damit demonstrierten sie für die Auszahlung von Agrarsubventionen.

Sie warfen der Regierung vor, Landbeihilfen der EU zurückzuhalten und dadurch der Konkurrenzfähigkeit der ungarischen Bauern zu schaden. Die Landwirte wollten zum Parlament weiterziehen und Regierungsvertretern eine Liste mit Forderungen überreichen.

Die Regierung wies die Beschuldigungen zurück. Manche Bauern hätten noch keine Subventionen erhalten, weil ein Viertel der Anträge fehlerhaft ausgefüllt sei, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.

In den meisten dieser Fälle hätten die Bauern die Grösse der bebauten Fläche übertrieben, um mehr Subventionen zu kassieren. Insgesamt seien 500 000 Hektaren zuviel angegeben worden, sagte der Sprecher.

Pro bebautem Hektar bekommen die Bauern 35 000 Forint (rund 222 Franken), die zu 70 Prozent aus EU-Mitteln und zu 30 Prozent aus dem ungarischen Haushalt stammen. Bis April wolle die Regierung die Zahlungen aber abschliessen.

(sda)

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