Aktualisiert 02.08.2012 22:42

StabhochspringenBüchler strebt Höhenflug an

14 Athleten umfasst das Schweizer Leichtathletik-Team. Hohe Ambitionen hat Stabhochspringerin Nicole Büchler, obwohl sie wohl kaum um die Medaillen mitspringen kann.

von
Marcel Allemann
London
Stabhochspringerin Nicole Büchler muss persönliche Bestmarke springen, wenn sie in den Olympia-Final kommen will. (Bild: Freshfocus)

Stabhochspringerin Nicole Büchler muss persönliche Bestmarke springen, wenn sie in den Olympia-Final kommen will. (Bild: Freshfocus)

Medaillen sind von den Schweizer Leichtathleten zwar keine zu erwarten, aber trotz dem Olympia-Forfait von Hürdenhoffnung Lisa Urech steigen einige mit hohen Ambitionen in die heute beginnenden Wettkämpfe. So träumt etwa Marathonläufer Viktor Röthlin von einer Topklassierung und für Stabhochspringerin Nicole Büchler und Weitspringerin Irene Pusterla liegt bei optimalem Verlauf eine Finalqualifikation in Reichweite.

Als Erste dieses Trios ist die Bielerin Büchler morgen im Einsatz und strebt einen persönlichen Höhenflug an: «Ich weiss, dass dies sehr schwierig wird – aber ich habe mir den Final zum Ziel gesetzt.» Um diesen zu erreichen, muss die 28-Jährige womöglich ihre persönliche Bestmarke von 4,60 Metern springen – es ist die geforderte Höhe für den Final.

«Jeder Wettkampf beginnt bei Null»

Bislang verkaufte Büchler ihre Haut an Grossanlässen stets teuer und konnte ihr bestes Niveau abrufen. Die einzige Ausnahme erlebte sie ausgerechnet vor einem Monat an der EM in Helsinki, als die Bernerin drei Nuller schrieb und ohne gültige Höhe ausschied. «Spuren hat dies keine hinterlassen. Ob es in der Vergangenheit gut oder weniger gut lief – für mich beginnt jeder Wettkampf wieder bei null. Und in unserer Sportart sind in jeder Hinsicht immer wieder Überraschungen möglich. Es ist nicht wie ein 100-Meter-Rennen, wo man in etwa weiss, wo man steht», sagt sie.

Wegen einer leichten Kniekehlenverletzung musste Büchler zuletzt im Training kürzer treten. Das sei aber eine reine Vorsichtsmassnahme gewesen, die sie nicht beunruhige: «In der letzten Woche vor dem Wettkampf wird man eh nicht mehr besser.» Vielmehr sehnt sie sich nun dem Samstag entgegen: «Es ist an der Zeit, dass mein grosser Tag endlich kommt!»

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