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Rein ins VergnügenBügeln extrem

Wäsche machen ist langweilig und öde? Von wegen! Mit der neuen Trendsportart Extrembügeln wird jetzt sogar die routinierteste Hausarbeit zum Spass - Nervenkitzel inklusive!

von
cem

Wenn Sie dachten, Hausarbeit und Extremsport lasse sich nicht vereinen, dann haben Sie sich geschnitten. Extrembügeln heisst die Trendsportart, bei der kein Gipfel zu hoch und keine Situation zu extrem ist. Und so funktioniert der Spass: Unter anspruchsvollsten klimatischen, geographischen und körperlichen Bedingungen wird Wäsche mittels Bügeleisen und -brett glatt gebügelt.

Wer hats erfunden?

Obwohl die Sportart erst jetzt so richtig populär wird, kann sie bereits auf eine 15-jährige Geschichte zurück blicken. 1997 wurde das Extrembügeln in England geboren: Eines Tages beschloss der Fabrikarbeiter und Bergsteiger Phillip Shaw, weil Hausarbeit zu Hause einfach öde ist, diese ins Freie zu verlegen. Kurzerhand begab er sich mit seinem Freund Paul Nicks auf eine Bergtour, bewaffnet mit Bügeleisen und Bügelbrett. Und damit war das Extrembügeln geboren.

Was jetzt vor allem nach einer Menge Spass klingt, wird aber von den Akteuren selbst ganz anders gesehen: Ausdauer und intensive Vorbereitung sind in höchstem Masse gefragt. Insbesondere das Unterwasser- und Hochalpinbügeln hegt massive Gefahren. Mittlerweile existieren sieben verschiedene Styles: Rocky Style, Water Style, Urban Style, Forest Style Air Style und Freestyle bilden neben dem Synchronbügeln - ein Mannschaftssport - das Septett. Seit 2002 gibt es auch eine Weltmeisterschaft.

Der wahre Batman

Die Bügler im Rekordfieber

Zudem wurden mehrere Weltrekorde aufgestellt: John Roberts und Ben Gibbons bügelten am Basislager des Mount Everest auf einer Höhe von 5400 Metern. Die frische Wäsche trugen sie anschliessend bei der Gipfelbesteigung. 2003 brach jedoch der Südafrikaner Yster den Rekord. Er bebügelte als erster den Kilimanscharo auf einer Höhe von 5800 Metern. Zurzeit hält «Iron Man» Carrick den Höhenrekord, der auf der Spitze des Aconcagua in den argentinischen Anden auf 6900 Metern bügelte. Auch Unterwasserrekorde existieren. Aktuelle Rekordhalterin ist Louise «Dive Girl», die 2003 beim Tauchspot Blue Hole in Ägypten in einer Tiefe von 100 Metern bügelte.

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