Formel 1: Buemi einmal schneller als Weltmeister Hamilton

Aktualisiert

Formel 1Buemi einmal schneller als Weltmeister Hamilton

Sébastien Buemi hat seine ersten offiziellen Runden als Formel-1-Fahrer ohne Probleme hinter sich gebracht.
Im ersten freien Training für den Saisonauftakt in Melbourne drehte der Waadtländer mit dem Toro Rosso 27 Runden und war so der Fleissigste im Feld der 20 Fahrer.

Die beste Rundenzeit und der Rückstand von rund zwei Sekunden reichten zu Platz 15. Buemi liess unter anderen den Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes und seinen Teamkollegen Sébastien Bourdais hinter sich. In der zweiten Session lag der Zeitverlust in fast identischem Rahmen. Gleichwohl kam Buemi nicht über den 20. und letzten Rang hinaus.

An der Spitze der beiden Klassemente sind Namen von Aussenseitern aufgeführt. Die Formel 1 stand (zumindest fürs Erste) Kopf. Das neue Regelwerk hat seine Wirkung offenbar nicht verfehlt. Zweimal der Schnellste war Nico Rosberg im Williams, einmal vor seinem Teamkollegen Kazuki Nakajima, einmal vor Rubens Barrichello im Brawn GP. Pikant: Gegen beide Rennställe hatte es wie gegen Toyota tags zuvor von Ferrari, Renault und Red Bull (von den Rennkommissären abgewiesene) Proteste wegen anscheinend reglementswidriger Diffusoren gegeben.

Die längsten Gesichter waren im Lager von McLaren-Mercedes auszumachen. Lewis Hamilton erschien in beiden Ranglisten im hintersten Viertel und lieferte so den Beweis, dass sein Resumée nach den Testfahrten, die neueste Ausgabe des McLaren-Mercedes tauge im aktuellen Zustand nicht für Spitzenplätze, keine Tiefstapelei war.

Buemi gehörte zur Mehrheit der Fahrer, die ohne das erstmals zugelassene Energierückgewinnungssystem KERS ausgerückt waren. Das neue System, das pro Runde während 6,6 Sekunden 82 zusätzliche PS zur Verfügung stellt, war lediglich im BMW-Sauber von Nick Heidfeld sowie in den Autos von McLaren-Mercedes, Ferrari und Renault installiert. Heidfeld war im ersten Training als Elfter knapp vier Zehntel schneller als Teamkamerad Robert Kubica, der Dreizehnter wurde. Im zweiten Vergleich hatte der Deutsche als Vierzehnter gegenüber dem unmittelbar hinter ihm klassierten Polen die Nase um acht Hundertstel vorne.

Melbourne. Grand Prix von Australien. Freies Training. Erster Teil:

1. Nico Rosberg (De), Williams-Toyota, 1:26,687.

2. Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota, 0,049 Sekunden zurück.

3. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 0,063.

4. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 0,539.

5. Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes, 0,766.

6. Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes, 0,780.

7. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,955.

8. Timo Glock (De), Toyota, 1,023.

9. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 1,306.

10. Fernando Alonso (Sp), Renault, 1,436.

11. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 1,450.

12. Jarno Trulli (It), Toyota, 1,455.

13. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 1,824.

14. Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes, 1,916.

15. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 2,098.

16. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 2,355.

17. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 2,394.

18. Nelson Piquet (Br), Renault, 2,774.

19. Sébastien Bourdais (Fr), Toro Rosso-Ferrari, 2,812.

20. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 6,097.

20 Fahrer im Training.

Zweites Training:

1. Rosberg 1:26,053.

2. Barrichello 0,104.

3. Trulli 0,297.

4. Webber 0,317.

5. Button 0,321.

6. Glock 0,390.

7. Nakajima 0,507.

8. Vettel 0,687.

9. Sutil 0,987.

10. Massa 1,011.

11. Räikkönen 1,151.

12. Alonso 1,179.

13. Fisichella 1,229.

14. Heidfeld 1,264.

15. Kubica 1,345.

16. Bourdais 1,426.

17. Kovalainen 1,749.

18. Hamilton 1,760.

19. Piquet 1,775.

20. Buemi 2,023.

20 Fahrer im Training. (si)

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