Bündner Braunbär reisst im Montafon ein Schaf
Aktualisiert

Bündner Braunbär reisst im Montafon ein Schaf

Der Braunbär, der im Sommer 2005 in Graubünden Aufsehen erregt hat, ist wahrscheinlich ins vorarlbergische Montafon abgewandert: In der Nacht auf Mittwoch hat er in einem Stall ein Schaf gerissen und zwei verletzt.

Das Wildtier brach am Rande eines Siedlungsgebiets in einen Schafstall ein und tötete dort eines der Tiere. Zwei weitere wurden so schwer verletzt, dass sie geschlachtet werden mussten. Nach Angaben des Bludenzer Bezirkhauptmanns Leo Walser könnte es sich bei dem Bären um jenen handeln, das im Sommer in Graubünden lebte.

In Vorarlberg spricht man ob des Auftauchens des Bären von einer Sensation. Der bisher letzte «Meister Petz» wurde in Vorarlberg im Jahr 1860 registriert. Walser bezog sich in seinen Angaben auf die Meinungen von Experten. Die Spuren seien eindeutig, sagte Walser.

Er glaube nicht, dass man den Bären in Vorarlberg noch einmal zu Gesicht bekomme, erklärte Walser. Trotzdem seien die Jagd- und Waldaufseher zu verstärkter Aufmerksamkeit angehalten worden. Die Haare des Braunbären werden von Wildtier-Experten noch genau untersucht.

Der im Sommer in Graubünden eingewanderte und zuletzt Ende September gesichtete Braunbär dürfte Richtung Süden abgewandert sein - nahmen Experten seinerzeit an. Nun tauchte der Bär aber nördlich Graubündens auf. Letztmals gesichtet wurde das rund zweijährige Tier in der Schweiz im Unterengadin auf einer Alp.

(sda)

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