Laax: Bündner Hotel führt wegen Fachkräftemangel Viertagewoche ein
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LaaxBündner Hotel führt wegen Fachkräftemangel Viertagewoche ein

Das Hotel Adula ist für seine vegane und vegetarische Bündnerstube bekannt. Wegen des Fachkräftemangels und um für Arbeitnehmende attraktiver zu werden, stellt das Hotel ab Sommer den Betrieb um.

von
Reto Bollmann
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«Man merkt, dass seit dem Ausbruch von Covid-19 nach den Schliessungen einige Fachkräfte die Branche wechselten und nicht mehr zurückkehren»: Paul Urchs, Hoteldirektor.

«Man merkt, dass seit dem Ausbruch von Covid-19 nach den Schliessungen einige Fachkräfte die Branche wechselten und nicht mehr zurückkehren»: Paul Urchs, Hoteldirektor.

Hotel Adula
Nun hat sich das Hotel für flexibleres Arbeiten mit der Viertagewoche entschieden.

Nun hat sich das Hotel für flexibleres Arbeiten mit der Viertagewoche entschieden.

Hotel Adula
So soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden, indem die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert wird.

So soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden, indem die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert wird.

Hotel Adula

Darum gehts

Gerade auch im Zusammenhang mit Corona ist Personal in der Hotellerie teilweise noch immer rar. Paul Urchs, Hoteldirektor des Hotels Adula in Laax, erläutert in einer Medienmitteilung: «Man merkt, dass seit dem Ausbruch von Covid-19 nach den Schliessungen einige Fachkräfte die Branche wechselten und nicht mehr zurückkehren. Diese Leute fehlen uns nun.» Nach einem internen Brainstorming arbeitete das Kaderteam des Hotels deshalb das Konzept der Viertagewoche unter dem Namen «Flex-Work» aus.

Ziel sei es, als Arbeitgeber auch in sich verändernden Zeiten attraktiv zu bleiben. Die Viertagewoche soll flexibleres Arbeiten ermöglichen. «Da die Tage im Gastgewerbe ohnehin recht lang sind, liegt die Lösung auf der Hand – anstatt fünf Tage zu arbeiten, bieten wir jedem Mitarbeitenden an, auf die Viertagewoche umzustellen», so Urchs. So soll den Mitarbeitenden des Hotels Adula eine bessere Nutzung der wertvollen Freizeit geboten werden. Die Mitarbeitenden entscheiden individuell, ob die Viertage- oder reguläre Fünftagewoche besser zum persönlichen Lebensstil passt.

Küchenchef Thomas Huber ist begeistert vom neuen Pilotprojekt: «Dass wir nun nur noch vier Tage arbeiten, ist für die Gesundheit und die Psyche meines Teams ein wertvoller Benefit. Ich begrüsse diese neue Art des Arbeitens sehr.» 

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