Corona-Massnahmen: Skigebiete in Graubünden bleiben offen

Corona-MassnahmenSkigebiete in Graubünden bleiben offen

Im Kanton Graubünden gelten verschärfte Vorschriften im Gegensatz zu anderen Kantonen. Die Restaurants sind beispielsweise zu. Ab 14 Uhr äussert sich die Regierung zu der Lage im Kanton.

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Dienstag, 15.12.2020

Zusammenfassung

  • Die Bündner Regierung verlängert die verhängten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus im Kanton. Die Restaurants oder auch Freizeitbetriebe wie beispielsweise Kinos bleiben bis am 22. Dezember geschlossen.

  • Die Skipisten im Kanton Graubünden bleiben bis am 22. Dezember offen. Die Situation rund um die Corona-Zahlen wird laufend analysiert, und dann wird entschieden, ob die Regierung die nötigen Bewilligungen erteilten kann, dass die Pisten auch über Weihnachten offen bleiben können.

  • Die Situation rund um die Pflegeintensivbetten ist angespannt. Insgesamt gibt es im ganzen Kanton 22 solche Betten. Im Kantonsspital in Chur gibt es 16, davon waren Stand Dienstagmorgen 13 besetzt, sieben davon mit Covid-Erkrankten.

Medienkonferenz beendet

Die Medienkonferenz ist soeben zu Ende gegangen. In Kürze folgt eine Zusammenfassung.

Betroffene Branchen

Neben den Restaurants betreffen die Massnahmen auch den Kulturbereich und den Sport. Parolini meint, dort gebe es auch Frust. Man wolle Betroffene auch finanziell unterstützen. Beispielsweise für Kulturschaffende sollen weitere Millionen freigeschaltet werden.

Restaurants

Die Frage war, ob die Restaurants ab Samstag wieder öffnen dürfen, so Caduff. Wir sind davon ausgegangen, dass wir die Parameter bis Samstag nicht erfüllen, deswegen habe man sich für die Verlängerung entschieden.

Solidarität

«Wir müssen uns alle bewusst sein, dass wir in einer sehr angespannten Situation sind», meint Peyer. Man dürfe aber nicht auf Solidarität von anderen Kantonen hoffen. Das müsse allen bewusst sein. Einige Kantone seien am Limit, das müsse für alle anderen Kantone heissen, dass sie vorsichtig sein müssen. Rücksicht sei ein wichtiges Thema, fügt er an.

Fragerunde

Nun beginnt die Fragerunde. Eine erste Frage betrifft die Skigebiete. Peyer sagt, der Entscheid, ob die Skipisten nach dem 22. Dezember offen bleiben, sei noch nicht gefällt. Das hänge auch mit den Bergbahnen zusammen und den Massnahmen des Bundes. Die Situation müsse stets analysiert werden. Stand gestern sei er optimistisch gewesen, mit den Zahlen von heute habe sich das ein wenig geändert. Im Moment wären Bewilligungen aber wohl möglich, so Peyer. Die Bewilligungen hängen mit der Anzahl Neuansteckungen zusammen.

Schulen

«An den öffentlichen und privaten Schulen gilt eine Maskenpflicht, das ändert sich bis am 22. Dezember nicht», so Parolini. Auch für die Oberstufenschüler, fügt er an.

Erläuterung

Nun spricht Regierungsrat Jon Domenic Parolini. Er sagt, es sei wichtig, dass die Massnahmen verlängert werden, um die Situation im Kanton verbessern zu können.

Schutzkonzepte

Die Verantwortlichen hätten viel Zeit in Schutzkonzepte investiert. Caduff sieht nicht, dass man die Skigebiete schliessen muss. Die Leute sollen über die Festtage raus in die Natur, aber sich an die Massnahmen halten. Weitere Massnahmen könnten jederzeit geprüft werden.

Skigebiete

«Wenn wir die Skigebiete schliessen und die Leute trotzdem kommen, löst das die angespannte Situation im Pflegebereich nicht», so Caduff. Man freue sich, wenn die Leute kommen, so sollen aber Rücksicht aufeinander nehmen. So könne man diese Tage meistern.

Weihnachtszeit

Das Ziel sei, zwischen Weihnachten und Neujahr ein möglichst normales Leben ermöglichen zu können - sofern es die Lage erlaube.

Branche trägt Entscheid mit

Die Branche trage diesen Entscheid mit. Er meint dabei die Gastro-Branche. Denn die Restaurants sind in Graubünden derzeit geschlossen. Es habe auch einen Austausch gegeben mit den Skiliftbetreibern.

Optimismus

Nun spricht Regierungsrat Marcus Caduff. Er erklärt, warum die Massnahmen im Kanton Graubünden verlängert werden. Man sehe, dass die Indikatoren in die richtige Richtung zeigen. Er sei optimistisch, dass die Massnahmen fruchten werden bis am 22. Dezember und die Zahlen dann unter dem Schweizer Durchschnitt liegen.

Appell

Gerade zu der Weihnachtszeit müsse man vernünftig sein und sich an die Massnahmen halten, erinnert Peyer.

Limit erreicht

Im ganzen Kanton habe es 22 Intensivpflegebetten. Das sei auch das Limit. Das liege vor allem an den Ressourcen der Pflegeangestellten.

Auslastung Spitäler

Im Kantonsspital seien heute Morgen von 16 Intensivpflegebetten, 13 belegt gewesen, 7 davon mit Covid-Patienten. Auch in anderen Spitälern sehe es ähnlich aus. Die Situation sei angespannt, so Peyer.

Massnahmenkonzept

Das kantonale Massnahmenkonzept werde bis am nächsten Dienstag verlängert, so Peyer. Das heisst: Die Skigebiete bleiben offen, Restaurants hingegen geschlossen.

Neue Ansteckungen

«Die aktuelle Zahlen im Graubünden zeigen, dass unsere Kurven bei neuen Ansteckungen bis gestern im Durchschnitt der Schweiz waren», so Peyer. Heute seien sie höher gewesen.

Zitate von Peyer

Regierungsrat Peter Peyer erklärt, er bedauert, dass einige Zitate von ihm an die Öffentlichkeit gekommen sind aus privaten Gesprächen. Es ging dabei vor allem um die Skigebiete.

Begrüssung

An der Medienkonferenz des Kantons Graubündens informieren:

- Marcus Caduff, Regierungsrat, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und Soziales

- Peter Peyer, Regierungsrat, Vorsteher Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit