Neuer Spot: Bündner Steinböcke crashen Medienkonferenz des Bundesrats
Aktualisiert

Neuer SpotBündner Steinböcke crashen Medienkonferenz des Bundesrats

«D Bärga händ offa»: Die beiden Kult-Steinböcke Gian und Giachen sind zurück und werben für Ferien im Bündnerland. Dafür mischen sie sich in einem neuen Spot unter Alain Berset und seine Amtskollegen.

von
Dominic Benz

Gian und Giachen platzen in die Medienkonferenz der Bundesräte.

Graubünden Ferien/Wirz

Darum geht es

  • Der Bundesrat lockert weiter die Corona-Massnahmen.
  • Bergbahnen oder Campingplätze können Anfang Juni ihren Betrieb wieder aufnehmen.
  • Die Tourismusorganisation von Graubünden reagiert darauf mit einem Spot, um für Ferien im Kanton zu werben.
  • In den Hauptrollen: die Kult-Steinböcke Gian und Giachen. Sie mischen die Medienkonferenz des Bundesrats auf.

Der Bundesrat hat heute weitere Lockerungen für den 6. Juni beschlossen. Das freut auch die Tourismusbranche. Bergbahnen, Campingplätze und die Schifffahrt können wieder ihren Betrieb aufnehmen. Auf die Ankündigung haben die Tourismusverantwortlichen beim Kanton Graubünden sofort reagiert – und lassen einmal mehr Gian und Giachen los, die beiden Kult-Steinböcke aus der TV-Werbung.

Die beiden preisen erneut die Vorzüge von Graubünden als Ferienregion an, crashen aber dieses Mal die Medienkonferenz der Bundesräte Alain Berset, Simonetta Sommaruga und Guy Parmelin (siehe Video oben). «Miar sind do zum öppis Grossas zverkünda, liabi Press, liaba Bundesrot», sagt Gian im Bündner Dialekt vorne am Tisch. «Ma kann endlich wider noch Graubünda. D Bärga händ offa.»

«Alli kömmend, aifach mit es biz Abstand»

Dann geht es schnell. Offenbar kommt Daniel Koch nicht einmal mehr dazu, etwas dazu zu sagen. «Dr Koch isch scho uf am Zug, scho uf am Weg noch Graubünda», stellt Giachen fest. Und Gian ergänzt: «Alli kömmend, aifach mit es biz Abstand.»

Laut der Tourismusorganisation Graubünden Ferien ist der Clip der Auftakt für eine grossangelegte Werbekampagne. «Der Bundesrat ermöglicht es nun, dass die Sommersaison stattfinden kann – trotz Sicherheitsauflagen», sagt Sprecher Luzi Bürkli zu 20 Minuten.

«Wichtige Aufgabe diesen Sommer»

Wie die weitere Kampagne aussehen soll, verrät er nicht. Im Zentrum stünden aber die Natur und die Weite von Graubünden. Nach dem Lockdown hätten schliesslich alle das Bedürfnis, sich im Freien zu bewegen. «Gian und Giachen werden in der Kampagne wieder eine Rolle spielen», so Bürkli.

Dass der Kanton jetzt von Feriengästen überlaufen wird, glaubt er nicht. Graubünden sei der grösste Schweizer Kanton und sei dünn besiedelt. Dennoch müsse man sich auf einen Ansturm vorbereiten und überlegen, wie man den Zugang zu sehr beliebten Attraktionen unter Schutzauflagen ermöglichen könne. «Das wird eine wichtige Aufgabe sein diesen Sommer», so Bürkli.

Beschränkungen für Hotspots

Auch Martin Nydegger rechnet für diesen Sommer mit einem Gäste-Ansturm in gewissen Regionen. «Ich erwarte, dass es Besucherlimiten für Sehenswürdigkeiten geben wird – wegen der Schutzkonzepte», sagte der Direktor von Schweiz Tourismus diese Woche im Gespräch mit 20 Minuten. So werde es etwa auf Schiffen weniger Kapazitäten geben. Wenn der Schweizer Tourismus Anfang Juni öffne, werde man nicht 100 Prozent Kapazitäten haben. «Wir müssen uns aufs Reservieren einstellen», so Nydegger.

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