UBS-Malus-System: Bürgerliche: Modell stärkt Vertrauen - Ungenügend für SP
Aktualisiert

UBS-Malus-SystemBürgerliche: Modell stärkt Vertrauen - Ungenügend für SP

Das angekündigte neue Lohnsystem der UBS geht für die bürgerlichen Parteien in die richtige Richtung. Sie sind auch froh darum, dass die UBS vor der Diskussion im Parlament Klarheit schuf. Die Erwartungen der SP mag das Modell aber nicht zu erfüllen.

«Ungenügend», lautete die erste Reaktion der SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (BL) auf das neue UBS-Lohnmodell. «Es braucht eine klare Obergrenze für die Löhne der Konzernleitungs- und der Verwaltungsratsmitglieder», erklärte die Finanzpolitikerin auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die UBS müsse sich Auflagen gefallen lassen, so lange sie vom Staat unterstützt werde.

Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete die Sozialdemokratin die Absicht der UBS, die Aktionäre über die Grundsätze des Vergütungsmodells abstimmen zu lassen.

Boni bei Gewinn

Positiver fällt die Einschätzung beim Zürcher SVP-Nationalrat Hans Kaufmann aus. Er könne mit den Korrekturen der UBS gut leben. Es sei richtig, dass variable Lohnanteile erst ausbezahlt würden, wenn auch die Aktionäre einen Gewinn erwarten könnten. Wichtig sei zudem, dass die Grossbank auf «Goldene Fallschirme» verzichte und keine Lohnobergrenzen festlege.

Kaufmann hält auch den Zeitpunkt für die Änderung für günstig: Da in den Fraktionen bald das UBS-Hilfspaket diskutiert wird, sei es gut, dass die UBS zu ihrer Entlöhnungspolitik Klarheit verschafft habe. Dies ist auch für Ständerat Philipp Stähelin (CVP/TG) ein zentraler Punkt.

Vertrauensbildung

Soweit er die Vorschläge inhaltlich kenne, gingen sie in die richtige Richtung, sagte Stähelin, der Präsident der Finanzkommission (FK) des Ständerates, weiter. Er werte dies als positives Zeichen. Es müsse aber noch geklärt werden, wie das neue Modell zeitlich umgesetzt werde.

Keine Überraschung sind die Änderungen für Nationalrat Fabio Abate (FDP/TI). «Es erscheint mir normal, dass die UBS in der heutigen Lage ihr Lohnmodell revidiert», sagte der Präsident der FK des Nationalrats. Der Vorschlag setze ein Zeichen in Richtung Vertrauensbildung. Das sei zu begrüssen. (sda)

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