Aktualisiert 12.02.2011 23:57

BankenregulierungBürgerliche Politiker knicken ein

Nach Drohungen von Oswald Grübel, mit Teilen der UBS abzuwandern, bröckelt die Front über die Bankenregulierung in der Schweiz. Bürgerliche Politiker wollen die Too-big-to-fail-Vorlage aufweichen.

von
ske
Bürgerliche Politiker fürchten bei einer zu starken Bankenregulierung die Konkurrenz aus dem Ausland.

Bürgerliche Politiker fürchten bei einer zu starken Bankenregulierung die Konkurrenz aus dem Ausland.

Bei der Frage nach der Regulierung systemrelevanter Banken herrscht unter den Politikern kein Konsens mehr. Vor allem bürgerliche Politiker haben sich laut «SonntagsZeitung» die Drohung von UBS -Chef Oswald Grübel zu Herzen genommen, Teile der Bank ins Ausland auszulagern.

Vertreter von FDP und CVP sagen gegenüber der «SonntagsZeitung», sie wollen die sogenannte Too-big-to-fail-Vorlage aufweichen und flexibler gestalten. «Wegen der Passivität im Ausland muss man sich fragen, was man wie schnell umsetzen sollte», sagt FDP-Präsident Fulvio Pelli.

Angst vor eigenmächtigem Handeln

Auch CVP-Bankenspezialist Pirmin Bischof hat Angst, dass nur die Schweiz scharfe Regulierungen plant: Die Vorlage müsse darum genügend Flexibilität haben.

Die kantonalen Finanzdirektoren hingegen erachten die vorgeschlagenen Regeln als Minimum. Sie wollen diese klarer festlegen: «Wir fordern, dass die Regelungen im Bankengesetz präzisiert werden», sagt Präsident Christian Wanner.

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