Armee und Sicherheitspolitik - Bürgerliche wollen GSoA mit neuer Allianz Paroli bieten
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Armee und SicherheitspolitikBürgerliche wollen GSoA mit neuer Allianz Paroli bieten

Seit Jahrzehnten ärgert die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee das Schweizer Militär mit Initiativen, Referenden und militärkritischer Politik. Bürgerliche wollen dem nicht länger zusehen: Sie gründen eine Anti-GSoA.

von
Reto Heimann
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Über diesen Flieger streitet die Schweiz gerade: Der Bundesrat möchte 36 F-35-Jets kaufen.

Über diesen Flieger streitet die Schweiz gerade: Der Bundesrat möchte 36 F-35-Jets kaufen.

U.S. Air Force / Staff Sgt. Jensen Stidham
Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee bekämpft den F-35 mit einer Initiative.

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee bekämpft den F-35 mit einer Initiative.

Instagram/gsoaschweiz
Das schreckt Bürgerliche auf: Sie planen eine Allianz für Militärfreunde und Militärfreundinnen.

Das schreckt Bürgerliche auf: Sie planen eine Allianz für Militärfreunde und Militärfreundinnen.

Eglin Air Force Base, Fla.

Darum gehts

  • Die Schweiz diskutiert über die Anschaffung von US-amerikanischen F-35-Kampfjets.

  • Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) bekämpft die Kampfjets mit einer Initiative.

  • Bürgerliche wollen Paroli bieten – und gründen eine Anti-GSoA.

Seit fast vier Jahrzehnten mischt die Schweiz ohne Armee (GsoA) in Fragen zur Armee und der Schweizer Sicherheitspolitik mit. Sie bringt dabei Angehörige und Anhängerinnen und Anhänger der Armee immer wieder ins Schwitzen – jüngst wieder bei der Beschaffung des F-35-Kampfjets, die die GsoA mit einer Initiative bekämpft.

Nun planen bürgerliche Politikerinnen und Politiker eine Organisation, die genau wie die GSoA funktionieren soll, nur eben für Menschen, die sich für den Erhalt und die Interessen der Armee einsetzen. «Allianz Sicherheit Schweiz» soll die Organisation heissen und sie hat auch schon einen Präsidenten: den Aargauer FDP-Ständerat Thierry Burkart. Darüber berichtet SRF.

«Keine Trennung zwischen innerer und äusserer Sicherheit»

Dieser sagt: «Wir wollen mindestens so schlagkräftig sein wie die GSoA». Die «Allianz Sicherheit Schweiz» solle allzeit bereit sein, sich in sicherheitspolitische Diskussionen einbringen zu können, sagt Burkart. «Die Linken machen uns das mit der GSoA seit 35 Jahren relativ erfolgreich vor», zollt Burkart dem politischen Gegner Respekt.

Das erste wichtige Thema der «Allianz Sicherheit Schweiz» werde die Beschaffung des neuen Kampfjets sein, sagt Burkart. Generell gehe es aber darum, das Thema Sicherheit möglichst breit abzudecken, denn: «Es gibt keine Trennung mehr zwischen innerer und äusserer Sicherheit», ist Burkart überzeugt. Ein grosses Ziel der Allianz sei es, diejenigen Menschen anzusprechen, die sich im Herbst 2020 gegen die Kampfjets ausgesprochen hatten. Es sind das vor allem Junge, Frauen, die Stadtbevölkerung und die Menschen in der Romandie.

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