Bürgerwehrchef Furrer erleichtert

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Bürgerwehrchef Furrer erleichtert

Der Einbrecher, der beim Ebikoner Bürgerwehrchef Roland Furrer einstieg, wurde mit 60 Tagen Gefängnis bestraft. Die Untersuchung gegen Furrer, der sich zur Wehr setzte, wurde eingestellt.

«Ich bin sehr erleichtert, dass es so gekommen ist», freut sich Roland Furrer über das Urteil. Kurze Rückblende: Der Bürgerwehrchef stellte den Einbrecher, der an einem Augustsonntag in sein Haus einbrach, überwältigte ihn und hielt in fest, bis die Polizei kam. Bei der Aktion verletzten sich beide und mussten zur ambulanten Pflege ins Spital gebracht werden.

Dieser Einsatz bescherte dem ehemaligen Schwergewichtsboxer nicht nur Lob. Die Luzerner Kantonspolizei kritisierte seinen Einsatz und verurteilte die Selbstjustiz. Von Amtes wegen wurde geprüft, ob sich Furrer einer vorsätzlichen einfachen Körperverletzung schuldig gemacht hatte. Dieser erinnert sich: «Anfangs stand ich da, als wäre ich der Täter und nicht das Opfer.»

Nun ist die Situation klar: Der 44-jährige Mann aus Serbien-Montenegro wurde unter anderem wegen mehrfachen Diebstahlversuchs und einfacher Körperverletzung mit 60 Tagen Gefängnis bestraft. Die Untersuchung gegen Furrer wurde eingestellt. Eine Genugtuung für Roland Furrer: «Ich habe also richtig gehandelt. Ich war nicht Täter, sondern ein Opfer, das sich zur Wehr setzte.»

(sam)

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