Aktualisiert 10.03.2005 15:30

Büro-Fürrer wird verkauft

Der französische Lyreco-Konzern übernimmt das börsenkotierte Unternehmen, das bisher mehrheitlich von der Gründerfamilie Fürrer kontrolliert wurde.

Büro-Fürrer zählt in der Schweiz inklusive der Genfer Tochter Proffice rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie würden weiter beschäftigt, sagte eine Firmensprecherin, die für weitere Informationen auf eine kurzfristig einberufene Medienkonferenz vom Donnerstagabend verwies.

Mit der Übernahme durch Lyreco habe die im Bürobedarf-Versand, bei Büroeinrichtungen und Kaffeesystemen tätige Büro-Fürrer die Nachfolge regeln können. Für den Verkauf habe kein Zwang bestanden, er erfolge vielmehr aus einer Position der Stärke. Die Branche stehe aber unter Konsolidierungsdruck.

Am Vorabend hatte Büro-Fürrer mitgeteilt, im vergangenen Jahr einen Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 7,9 Mio. Fr. erzielt zu haben. In der Berichtsperiode 2003, die wegen einer Anpassung an das Kalenderjahr nur acht Monate betragen hatte, war noch ein Betriebsverlust von 2 Mio. Fr. entstanden.

Zudem konnte die Gruppe den seit zwei Jahren anhaltenden Umsatzrückgang stoppen. Die Verkäufe erreichten 136,2 Mio. Franken, nach 83,7 Millionen im vorangegangenen Rumpfjahr. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Büro-Fürrer mit weiterem Umsatzwachstum. An der Schweizer Börse SWX notierten Büro-Fürrer am Nachmittag um 12,3 Prozent fester auf 421 Franken.

Die neue Muttergesellschaft war 1926 gegründet worden: Lyreco ist mittlerweile in 19 Ländern präsent. Die Gruppe erwirtschaftete 2003 einen Umsatz von 1,437 Mrd. Euro und beschäftigte rund 7300 Personen.

(sda)

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