Detailhandel: Büroelektronik top - Kultur flop
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DetailhandelBüroelektronik top - Kultur flop

Die Schweizer Detailhändler haben im Juni wieder mehr verdient: Ihre Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat bei gleicher Anzahl Verkaufstage nominal um 0,8 Prozent. Teuerungsbereinigt lag der Anstieg bei 0,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte.

Verglichen mit der Vorjahresperiode stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr 2009 nominal um 0,9 und real um 0,5 Prozent pro Verkaufstag, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Die Entwicklung in den einzelnen Warengruppen war allerdings sehr unterschiedlich. Mit Abstand am stärksten gewachsen ist der Bereich Unterhaltungs- und Büroelektronik. Hier lag der reale Zuwachs bei zwölf Prozent, obwohl die Umsätze nominal zurückgingen. Auch Gesundheits-, Körperpflege- und Schönheitsartikel sowie die Gruppe Küche und Haushaltsgeräte legten über fünf Prozent zu. Ebenfalls im Plus lagen die Nahrungsmittel und Getränke. Starke Einbussen von vier Prozent und mehr gab es hingegen in den Gruppen Bekleidung und Schuhe, persönliche Ausstattung und Kultur.

Der Juni trug ebenfalls zum leichten Umsatzwachstum bei. Nominal lagen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent höher, real waren es 0,9 Prozent. Auch in diesem Monat realisierte die Unterhaltungs- und Büroelektronik mit gut acht Prozent das grösste reale Plus. Die deutlichsten Rückgänge verzeichneten die persönliche Ausstattung, die Tabak- und Raucherwaren sowie die Kleider und Schuhe. Mehr verkauft haben im Juni praktisch ausschliesslich die grossen Unternehmen. Bei ihnen wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent. Die kleinen Unternehmen hingegen mussten ein Minus von 3,7 Prozent hinnehmen und die mittleren stagnierten.

Bei den einzelnen Detailhandelsbranchen stehen nur nominale Werte zur Verfügung. Im Juni erzielte der Fachdetailhandel mit pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen Artikeln das grösste Plus, vor der Reparatur von Gebrauchsgütern und dem Detailhandel mit verschiedenen Waren. Am schlechtesten lief der Detailhandel mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren.

(sda/dapd)

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