Zürich: Bürokratie: FDP kürt absurde Geschichten
Aktualisiert

ZürichBürokratie: FDP kürt absurde Geschichten

Die FDP des Kantons Zürich hat Schauergeschichten über absurde Bürokratie gesammelt. Für die beste gibt es am Samstag den Gahts-no!-Priis.

von
Marco Lüssi
Beat Walti, Präsident der FDP des Kantons Zürich. (Nicolas Y. Aebi)

Beat Walti, Präsident der FDP des Kantons Zürich. (Nicolas Y. Aebi)

Ein Lieferant wird gebüsst, weil er mit einem Auto auf einem Lieferantenparkplatz parkiert, das nicht als Lieferwagen erkennbar ist. Ein Lama, das acht Jahre zusammen mit einem Esel auf der Weide lebte, darf dies plötzlich nicht mehr, weil Lamas gemäss dem neuen Tierschutzgesetz nur noch mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden dürfen – worauf das Tier eingeschläfert wird. Ein Beamter will einem Liegenschaftsbesitzer eine «ortstypische» Farbgebung des Hauses vorschreiben, das er neu streichen will. Und um die Erhöhung eines Kamins um 1,6 Meter zu bewilligen, müssen 2,4 Kilogramm Papier erstellt und unterschrieben werden.

Dies sind nur einige von rund 50 Geschichten über absurde Bürokratie, die die FDP des Kantons Zürich seit Anfang dieses Jahres gesammelt hat. Geliefert wurden sie von Gewerblern, aber auch von vielen Privatpersonen. «Gemeinsam ist allen Betroffenen, dass sie in ihrem Alltag mit unsinnigen Vorschriften und Bewilligungsverfahren konfrontiert werden, die ihnen viel Zeit und Geld rauben», sagt Beat Walti, Präsident der kantonalen FDP. Gerade bei Gewerbetreibenden koste dies nicht nur Nerven, sondern im schlimmsten Fall Arbeitsplätze. Am Samstag erhält die Person, die den schlimmsten Bürokratieärger erlebt hat, den ersten Gahts-no!-Priis. Diese Auszeichnung will die FDP, für die der Kampf gegen bürokratische Auswüchse ein politischer Schwerpunkt ist, künftig jährlich verleihen.

www.buerokratieabbau.ch

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