«Vermisst!»: Büsi-Graffiti am SBB-Wagen ist ein Fake
Aktualisiert

«Vermisst!»Büsi-Graffiti am SBB-Wagen ist ein Fake

Auf einem Güterwagen von SBB Cargo entdeckte ein Leser-Reporter am Donnerstag ein spezielles Graffiti. Die Suchmeldung ist allerdings nicht echt.

von
ced
Kein Anbieter

«Bitte diesen Suchzettel nicht entfernen», steht auf einem Güterwagen von SBB Cargo. Nur handelt es sich dabei gar nicht um einen Zettel, sondern ein Graffiti. Entdeckt hat es Nenad Lulic, der in der Transportbranche arbeitet, am Donnerstag auf einer Laderampe in Altstetten ZH. «Eine coole Aktion», findet er.

Laut dem Graffiti sucht Anna ihren Kater Tarti, der seit Oktober vermisst wird. Seine Markenzeichen: Er hat X-Beine und ist auf dem linken Auge blind. Wer das Büsi aufspüre und sich bei der angegebenen Handynummer melde, erhalte einen Finderlohn von 300 Franken.

Aufruf könnte teuer werden

Laut der Stadtpolizei Zürich ist die Suchmeldung nicht echt. Die Telefonnummer stamme zwar von einem echten Flugblatt. Dessen Verfasser habe mit dem Graffiti jedoch nichts zu tun und seine Katze sei in der Zwischenzeit wieder auftaucht.

Wer auch immer für das Graffiti verantwortlich ist, muss mit einer saftigen Busse rechnen. «Sprayereien sind Sachbeschädigungen. Wir bringen diese konsequent zur Anzeige», sagt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi.

Das Entfernen von Graffitis koste das Unternehmen jedes Jahr Millionen. Wer beim Sprayen erwischt werde, müsse deshalb tief ins Portemonnaie greifen. Pallecchi: «Die vier- bis fünfstelligen Summen, die bei der Entfernung jeweils anfallen, fordern wir vom Verursacher zurück.»

Deine Meinung