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ZürichBüsi lag tot hinter einem Metalltürchen

Grauenvoller Streich: Drei Buben im Alter zwischen 6 und 8 Jahren haben in Zürich die Katze Sweety in einen Tumbler gesteckt – das Büsi überlebte nicht.

von
Cécile Blaser/Marco lüssi
Die Besitzerin des getöteten Büsis. Foto: cbl

Die Besitzerin des getöteten Büsis. Foto: cbl

Als ihr die fünfjährige Tochter vor zwei Wochen erzählte, dass der Nachbarsbub M.* eine Katze getötet haben soll, wollte ihr L.T.* nicht glauben. «Doch als am Montag auch mein Sohn von einem toten Büsi in der Waschküche redete, schaute ich nach», so die 27-jährige Mutter. Was sie fand, war schockierend: Eingewickelt in eine Decke lag die Katze versteckt hinter einem Metalltürchen in der Waschküche. «Es roch schrecklich.» L.T. alarmierte die Polizei und meldete sich sofort bei ihrer Nachbarin S.L.* (35), der Besitzerin von Sweety, die bereits im ganzen Quartier in Zürich-Schwamendingen nach ihrer vermissten Katze gesucht hatte. Was sich herausstellte: Drei Buben aus der Nachbarschaft im Alter von sechs, sieben und acht Jahren hatten Sweety mit Tritten gequält, sie dann in die Waschküche gebracht, in den Tumbler gesperrt und diesen eingeschaltet. Das Büsi hatte keine Chance. Die Besitzerin S.L. ist schockiert: «Was sind das für Kinder, die einem Tier so etwas antun?», fragt sie den Tränen nahe.

Die Buben – es handelt sich um einen Schweizer und zwei Mazedonier – hat sie inzwischen angezeigt. Doch da sie unter zehn Jahre alt sind, können sie nicht strafrechtlich belangt werden. «Wir klären nun ab, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben», sagt Stapo-Medienchef Marco Cortesi. Und auch die Vormundschaftsbehörde werde sich diese Familien nun ansehen.

*Namen der Redaktion bekannt

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