Aktualisiert 20.05.2007 22:11

Büttenen: Zwei Schweine sorgen für Stunk im Quartier

Zwei Wollschweine, die fast zehn Jahre lang die Grünabfuhr in der Büttenen ersetzten, müssen verschwinden. Weil sie angeblich stinken, sorgen sie nun für Stunk unter den Nachbarn.

«Ich habe nichts gegen Schweine, aber so geht es nicht», wettert Theodor Näf, Bewohner der Siedlung Büttenen. «Je heisser es wird, desto mehr stinken diese Tiere», sagt er. Näf will, dass die beiden Quartierschweine verschwinden. Das Gehege der beiden Säue steht auf Stadtboden und liegt beim Waldrand direkt am Wanderweg Richtung Würzenbach.

Die Wollschweine gehören seit 10 Jahren zur Siedlung. Sie sind Teil des Kompost-Konzepts der Büttenen und ersetzen seither die Grünabfuhr. Die Stadt Luzern fand dieses Projekt so gut, dass sie sich damals finanziell daran beteiligte.

Inzwischen sei aber alles aus dem Ruder gelaufen, wie Anwohner berichten. Nun haben die Wohneigentümer der Siedlung beschlossen, die Schweine samt Gehege bis September verschwinden zu lassen. Sie hoffen, dass damit wieder etwas Ruhe im Quartier einkehrt.

«Es ist ein Verlust für alle», sagt Hans-Niklaus Müller, der die Wollschweine zurzeit betreut. Denn damit lasse die Siedlung nicht nur eine gute Idee sterben, es gehe auch eine Attraktion für Familien und Tierfreunde verloren.

Renata Schmid

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