Aktualisiert 29.04.2015 12:09

Winterthur

Bulldoggen im Auto gelassen – eine ist tot

Zwei Hundehalter haben ihre beiden Bulldoggen in Winterthur im parkierten Auto zurückgelassen. Die Vierbeiner erlitten wegen Hitzestaus einen Kollaps – der eine verstarb beim Arzt.

von
20M
Das Auto, in dem sich die beiden Bulldoggen befanden, war in der Museumstrasse in Winterthur parkiert.

Das Auto, in dem sich die beiden Bulldoggen befanden, war in der Museumstrasse in Winterthur parkiert.

Die Stadtpolizei Winterthur wurde am Montagnachmittag an die Museumstrasse gerufen. Eine Drittperson hatte beobachtet, wie zwei Hunde aus einem Kofferraum eines Kleinwagens gelassen wurden– also dem Stauraum zwischen Rücklehne und Heckklappe. Und sie sah, wie es den Tieren gesundheitlich sehr schlecht ging, man brauchte die Tierambulanz.

Die ausgerückten Polizisten brachten die halbjährige und die fünfjährige Bulldogge umgehend in eine Tierarztpraxis, wo die jüngere trotz sofortiger Hilfe verstarb. Die Hunde erlitten vermutlich infolge des Hitzestaus im Fahrzeug einen Kollaps, teilte die Stadtpolizei Winterthur am Dienstag mit.

40 Grad Celsius im Auto

«Die Hunde waren rund zwei Stunden in dem Auto drin und dort einer Innentemperatur von etwa 40 Grad Celsius ausgesetzt», sagt Stapo-Sprecher Peter Gull. «Zwar waren die Fensterscheiben auf der Fahrer- und Beifahrerseite einen Spalt weit heruntergelassen, doch das reicht nicht.»

Gemäss eines Hitzeindexes kann die Fahrzeug-Innentemperatur bei Sonneneinstrahlung und einer Aussentemperatur von lediglich 20 Grad Celsius innert 60 Minuten auf 46 Grad Celsius ansteigen. Die Stadtpolizei rät deshalb: Grundsätzlich keine Tiere in parkierten Fahrzeugen zurücklassen, Fahrzeug im Schatten parkieren – auf Sonnenlauf achten, Durchzug im Fahrzeug gewährleisten, Fenster weit öffnen und Wasser bereitstellen.

Die beiden verantwortlichen Hundehalter werden wegen Tierschutzvergehen angezeigt. Das Veterinäramt wurde eingeschaltet.

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