Aktualisiert 06.02.2014 19:19

Tourismusdirektor

Bumann: «Ich wusste, dass es viel zu tun gibt»

Der Walliser Frank Bumann will die Region St. Gallen besser vermarkten – und mehr Touristen anlocken. Im Interview verrät er, wo er den Hebel ansetzt.

von
Daniel Steiner
Tourismus-Direktor Frank Bumann vor dem neuen Standort der Tourist-Info.

Tourismus-Direktor Frank Bumann vor dem neuen Standort der Tourist-Info.

Herr Bumann, Sie sind seit einem Jahr Tourismusdirektor in St. Gallen. Haben Sie sich Ihre Arbeit so vorgestellt?

Es kommt meistens anders, als man denkt. Ich wusste, dass es viel zu tun geben wird, und habe die Herausforderung gerne angenommen. Überrascht hat mich die Komplexität in dieser Region.

Was meinen Sie damit?

Wir haben in der Ostschweiz verschiedene Destinationen und verschiedene Organisationen, sogar länderübergreifend. All diese Leistungsträger unter einen Hut zu bringen, ist eine grosse Aufgabe.

Warum sollten die Touristen nach St. Gallen und nicht nach Luzern oder Zürich gehen?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die hügelige Voralpenlandschaft ist einmalig und unser grosser Trumpf ist das Unesco-Weltkulturerbe, um das uns viele beneiden. Punkten können wir auch als Textilland mit langer Tradition.

Welches sind die grösste Herausforderung für die Tourismusregion in diesem Jahr?

Wir wollen uns international vermarkten. Gemeinsam mit anderen Partnern bearbeiten wir die Zukunftsmärkte in China, Südostasien und Japan. Ziel ist es, in der Ostschweiz bis im Jahr 2020 bis zu 50 000 Logiernächte aus diesen Märkten zu generieren.

Wo gefällt es Ihnen in der Ostschweiz am besten?

Nicht ein spezieller Ort, sondern die ganze Region finde ich spannend. In einer halben Stunde ist man von St. Gallen aus am Fuss des Säntis oder am Bodensee.

Die St. Galler Tourist-Info zieht Anfang 2015 vom Bahnhofplatz in den Stiftsbezirk um. Dies hat Tourismusdirektor Frank Bumann gestern bekannt gegeben. Der bestehende Standort am Bahnhofplatz wird aufgelöst, ebenso das heutige Besucherzentrum an der Gallusstrasse. Der Umzug in das Gebäude an der Bankgasse sei «eine historische Chance», sagt Bumann. Am neuen Standort werde die Tourist-Info dann sieben Tage die Woche geöffnet sein.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.