Für die kontrollierte Abgabe - Bund benötigt ab nächstem Jahr tonnenweise THC-starkes Cannabis
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Für die kontrollierte AbgabeBund benötigt ab nächstem Jahr tonnenweise THC-starkes Cannabis

Im kommenden Jahr sollen Pilotprojekte zur kontrollierten Abgabe von Cannabis starten. Dafür brauchen die Verantwortlichen haufenweise psychoaktiven Hanf.

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Die Projekte sollen Grundlagen für künftige Entscheide in der Politik liefern.

Die Projekte sollen Grundlagen für künftige Entscheide in der Politik liefern.

20 Minuten / Simon Glauser
Ab Anfang 2022 sollen Projekte zur kontrollierten Abgabe von Cannabis beginnen.

Ab Anfang 2022 sollen Projekte zur kontrollierten Abgabe von Cannabis beginnen.

Getty Images
Sicher ist, dass für die Abgabeprojekte Tonnen von berauschendem Hanf nötig sind.

Sicher ist, dass für die Abgabeprojekte Tonnen von berauschendem Hanf nötig sind.

20 Minuten

Darum gehts

  • 2022 sollen Projekte zur kontrollierten Abgabe von berauschendem Cannabis starten.

  • Dafür werden grosse Mengen an derzeit illegal angebautem Marihuana benötigt.

  • Beim BAG wird nun darüber nachgedacht, wer diese liefern soll.

Seit diesem Mai können Städte oder Forschungsinstitutionen beim Bund Gesuche für die kontrollierte Abgabe von berauschendem Hanf zu Genusszwecken einreichen, im kommenden Jahr sollen diese starten. Die Projekte werden vom Bund streng wissenschaftlich begleitet und genau beobachtet.

Um diese Abgaben durchführen zu können, ist allerdings Cannabis nötig, das den derzeit legalen Höchstwert von einem Prozent am berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol THC stark überschreitet – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Projekten sollen Hanf mit bis zu 20 Prozent THC erhalten. Wie SRF nun berichtet, erwartet das BAG laut Adrian Gschwend vom Bundesamt für Gesundheit einen Bedarf «im Umfang von mehreren Tonnen.» Wie viel genau benötigt werde, sei sehr schwer einzuschätzen: «Eine qualitative Studie kann 10 Personen haben und eine andere 5000.»

Ebenfalls noch unklar ist, woher das berauschende «Gras» kommen soll. In Frage kämen Produzenten von medizinischem Hanf oder schon bisher legalem CBD-Hanf. Gschwend glaubt auch, dass «Hanfpioniere aus den 80er- und 90er-Jahren», die noch aktiv seien, für den Anbau in Frage kommen – also Leute, die derzeit illegal Rauschhanf anbauen. Für die Produktion müssten Ausnahmegenehmigungen vom Bund ausgestellt werden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

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(trx)

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