BAG-Empfehlungen: Bund bereitet Ärzte auf Ebola vor
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BAG-EmpfehlungenBund bereitet Ärzte auf Ebola vor

Das Bundesamt für Gesundheit hat die Hausärzte instruiert, wie sie mit Ebola-Verdachtsfällen umgehen sollen. Das Risiko, dass eine infizierte Person in die Schweiz einreist, sei aber gering.

von
pwe

Wenn sich eine Privatperson in einer Arztpraxis meldet und befürchtet, sich mit Ebola angesteckt zu haben, kann der Arzt dies relativ leicht ausschliessen, wenn die Person in den vorangegangenen drei Wochen nicht in Guinea, Liberia oder Sierra Leone war. Dies schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer aktuellen Empfehlung zuhanden der Schweizer Ärzte. Sollte diese Frage allerdings bejaht werden, soll der Kantonsarzt beigezogen werden, beziehungsweise eine vom Kanton bezeichnete Referenzärztin. Diese Empfehlungen erreichen die kantonsärztlichen Dienste und den Ärzteverband FMH seit Freitag, wie die «Schweiz am Sonntag» in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt.

An den Schweizer Flughäfen bestehe ein Alarmsystem, das bei offensichtlich erkrankten Menschen greife. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit, dass eine an Ebola erkrankte Person in die Schweiz einreist, «aus aktueller Sicht sehr gering», schreibt das BAG.

Kein Medikament und keine Impfung

Es könnte aber sein, dass an Ebola erkrankte Mitarbeiter von Hilfswerken in die Schweiz überführt werden. Diese würden dem Universitätsspital Genf zugeteilt. Dort befinde sich das «Referenzlabor für die Diagnose von Verdachtsfällen». Es verfügten aber alle grossen Spitäler über Isolationszimmer und entsprechend ausgebildetes Personal.

Für Ebola gibt es kein zugelassenes Medikament. Mit ZMapp existiert ein Serum, das allerdings noch im Versuchsstadium ist. Auch eine Impfung gibt es nicht, doch liessen Ergebnisse aus Versuche mit Affen «hoffen», so das BAG.

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