Noch nicht bezahlt - Bund betreibt Hunderte Schweizer Touristen

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Noch nicht bezahltBund betreibt Hunderte Schweizer Touristen

Als letztes Jahr die Pandemie ausbrach, mussten auch Tausende Schweizerinnen und Schweizer zurückgeholt werden. Noch nicht alle aber haben ihre Rückführungsflüge bezahlt. Schätzungsweise 630’000 Franken fehlen.

von
Yasmin Rosner
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Der Bund führte nach Ausbruch der Pandemie Rückführungsflüge durch.

Der Bund führte nach Ausbruch der Pandemie Rückführungsflüge durch.

Swiss
Dafür wurden insgesamt 7100 Rechnungen ausgestellt.

Dafür wurden insgesamt 7100 Rechnungen ausgestellt.

EDA
Rund 70 Rechnungen musste der Bund aufgrund von fehler- oder mangelhaften Angaben direkt abschreiben.

Rund 70 Rechnungen musste der Bund aufgrund von fehler- oder mangelhaften Angaben direkt abschreiben.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • 7100 Rechnungen für Rückführungsflüge wurden letztes Jahr nach Ausbruch der Pandemie ausgestellt.

  • Die Mehrheit hat bezahlt, doch noch immer gibt es offene Rechnungen in Höhe von über eine halbe Million Franken.

  • Nun eröffnet der Bund ein Inkassoverfahren.

Als im März 2020 die Corona-Pandemie losbrach und die Grenzen dichtgemacht wurden, evakuierten die Länder ihre jeweiligen Bürgerinnen und Bürger aus dem Ausland. Auch die reisefreudigen Schweizerinnen und Schweizer mussten rund um den Globus eingesammelt und per Charterflüge zurück in die Schweiz geholt werden – so unter anderem auch aus Neuseeland.

Obwohl die Aktion schon seit über einem Jahr abgeschlossen ist, sind noch immer 550 Rechnungen offen, wie das Aussendepartement EDA nun gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigt: «Von den 7100 ausgestellten Rechnungen wurden rund 90 Prozent bezahlt. Bei rund 480 wird in den nächsten Tagen ein Inkassoverfahren eingeleitet», so EDA-Sprecherin Elisa Raggi. Mit welchem Erfolg, könne man noch nicht sagen.

Sicher ist: Rund 70 Rechnungen musste der Bund direkt abschreiben. «Aufgrund von fehler- oder mangelhaften Angaben», sagt Raggi gegenüber der Zeitung. Rund 160 Personen hätten mit dem Bund eine noch laufende Ratenvereinbarung – sie stottern die Rechnung für den Flug in ihr Heimatland in Teilraten ab. Wie hoch der jetzt noch offene Betrag ist, kann das EDA nicht genau sagen. Hochgerechnet dürften es über 630’000 Franken sein.

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