Bund fährt Swisscom-Beteiligung weiter zurück
Aktualisiert

Bund fährt Swisscom-Beteiligung weiter zurück

Der Bund will seine Beteiligung am Telekommunikationskonzern Swisscom auf das gesetzlich erlaubte Minimum reduzieren.

Es sei klar, dass der Anteil bis auf das gesetzlich erlaubte Minimum von 50 Prozent puls eine Aktie heruntergefahren werde, sagte der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, Peter Siegenthaler, in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der «Finanz und Wirtschaft». Und zwar wolle der Bund den Prozess der Teilprivatisierung über Aktienrückkäufe fortsetzen. Der Bund werde sich im Falle von weiteren Aktienrückkäufen der Swisscom von Fall zu Fall entscheiden, ob er sich überproportional daran beteilige. Dabei würden aber auch die eigenen finanziellen Interessen berücksichtigt. «Wir werden die Swisscom-Beteiligung bestimmt nicht verschenken», sagte Siegenthaler. Der Bund hatte seinen Anteil an der Swisscom im Frühling 2002 durch den damaligen Aktienrückkauf von 65,5 auf 62,7 Prozent reduziert. Mit dem bevorstehenden Jahresabschluss wird ein weiteres Aktienrückkaufsprogramm der Swisscom erwartet. Konkrete Projekte, über eine Gesetzesänderung den Weg für eine Reduktion der Beteiligung des Bundes auf weniger als 50 Prozent zu senken, gibt es nach den Worten von Siegenthaler zurzeit nicht. (dapd)

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