Ausweitung der Impfstoffproduktion - Bund hilft Lonza bei der Rekrutierung von Fachpersonal
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Ausweitung der ImpfstoffproduktionBund hilft Lonza bei der Rekrutierung von Fachpersonal

Lonza und Moderna wollen mit drei neuen Produktionsstätten in Visp ihre Impfstoffproduktion ankurbeln. Nun unterstützt der Bund das Pharmaunternehmen bei der Personalsuche, um Engpässe zu verhindern.

von
Karin Leuthold
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In Visp entstehen gleich drei neue Produktionsstätten der Lonza AG.

In Visp entstehen gleich drei neue Produktionsstätten der Lonza AG.

20min/Matthias Spicher
Damit soll die Produktion der Impfstoffmenge des Moderna-Wirkstoffes verdoppelt werden. 

Damit soll die Produktion der Impfstoffmenge des Moderna-Wirkstoffes verdoppelt werden.

20min/Matthias Spicher
650 Stellen gibt es in Visp noch zu besetzen. Der Bund will das Pharmaunternehmen nun bei der Suche nach Fachkräften unterstützen.

650 Stellen gibt es in Visp noch zu besetzen. Der Bund will das Pharmaunternehmen nun bei der Suche nach Fachkräften unterstützen.

20min/Matthias Spicher

Erst kürzlich haben Lonza und Moderna bekannt gegeben, dass sie ihre Impfstoffproduktion ausbauen. Rund 1200 Stellen sollen dieses Jahr geschaffen werden, 650 habe man bereits rekrutiert – teilweise wird Personal bei Käseherstellern abgeworben, weil diese mit der Produktion unter Hygienebedingungen vertraut sind. Weil es allerdings schwer ist, in diesem Bereich Fachkräfte auf dem lokalen Markt zu finden, unterstützt nun auch der Bund das Unternehmen in Visp VS bei der Rekrutierung von Fachkräften.

Wie der «Blick» schreibt, suche das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) nach Spezialisten in der Bundesverwaltung, bei bundesnahen Betrieben oder bei Hochschulen. Auch wolle das Departement von Bundesrat Alain Berset bei Hochschul- und Lehrabgängern aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie und Pharmazie künftig verstärkt für die Karrieremöglichkeiten im Bereich der Impfstoffproduktion werben.

Hilfe bei Rekrutierung, aber nicht bei Finanzierung

In Visp VS sollen drei weitere Produktionslinien für die Impfstoff-Herstellung entstehen. Damit wollen die Pharmaunternehmen ihre Kapazitäten verdoppeln. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten werden schrittweise in Betrieb genommen. Anfang 2022 soll die gesamte zusätzliche Produktionskapazität in Betrieb sein.

Kostenpunkt für die drei Produktionsstätten nannte das Unternehmen nicht. Wie die SonntagsZeitung berichtet, gibt es allerdings keine Beteiligung der Schweiz am Ausbau der Produktion bei Lonza. Lonza und der Bund seien aber weiterhin im Gespräch, sagte ein Sprecher.

Die Stadt Visp im Wallis erfährt durch Lonza einen regelrechten Boom: So entstehen 300 neue Wohnungen. «Das ist enorm, wenn man bedenkt, dass Visp derzeit 8000 Einwohner hat», sagt Marc Franzen, Projektleiter vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis.

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