Coronavirus: Über 65-Jährige, Kranke und Schwangere sollen zweiten Booster holen

CoronavirusÜber 65-Jährige, Kranke und Schwangere sollen zweiten Booster holen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert heute ab 10 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz zur Impfempfehlung für den Herbst. Alles Wichtige gibts bei uns im Ticker und im Stream.

von
Newsdesk

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Freitag, 09.09.2022
08:53

BAG empfiehlt allen über 16 einen weiteren Booster

An der heutigen Pressekonferenz haben Vertreter des BAG und des EKIP sowie weitere Experten die Impfstrategie für den Herbst vorgestellt. Da erneut mit einem Anstieg der Infektionszahlen gerechnet wird, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit generell allen Personen über 16 Jahren eine erneute Boosterimpfung.

Im Zentrum der Impfempfehlung für den Herbst 2022 stehe der Schutz besonders gefährdeter Personen vor einer schweren Erkrankung, wie das BAG schreibt. Dazu gehören zum einen Personen, die 65 Jahre alt oder älter sind, zum anderen Personen zwischen 16 und 64 Jahre, die aufgrund einer Vorerkrankung oder einer Schwangerschaft ein erhöhtes individuelles Erkrankungsrisiko haben. Eine Auffrischimpfung ist in erster Linie diesen Personengruppen empfohlen, da sie mindestens vorübergehend einen verbesserten individuellen Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf biete.

In zweiter Linie gelte die Empfehlung für Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren ohne Risikofaktoren, die in der Akut- und Langzeitbetreuung tätig sind oder beruflich oder privat besonders gefährdete Personen betreuen. Eine Auffrischimpfung bietet diesen Personen einen gewissen kurzzeitigen Schutz vor Infektion mit Erkrankung und kann auch bis zu einem gewissen Grad Arbeitsausfälle reduzieren, wie das BAG schreibt.

Eine allgemeine Empfehlung besteht auch für alle anderen Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren ohne Risikofaktoren. Für sie sei eine Auffrischimpfung nach individueller Abwägung und Entscheidung sinnvoll, wenn sie das Risiko einer Infektion oder eines seltenen schweren Verlaufs vermindern möchten.

Mit dem bivalenten Impfstoff von Moderna verfügt die Schweiz nun auch über einen Impfstoff, der gleich vor zwei Corona-Varianten schützt. Ausserdem steht mit Novavax ein proteinbasierter Impfstoff zur Verfügung, nachdem dieser von Swissmedic zugelassen wurde.

08:44

Ende der Pressekonferenz

Damit ist die Pressekonferenz beendet. In Kürze findest du hier eine Zusammenfassung.

08:41

Verträge sichern Zugang zu neuesten Impfstoffen

Laut dem Co-Leiter der Arbeitsgruppe Impfungen des BAG hat die Schweiz den Zugang zu den neusten Impfstoffen vertraglich gesichert. So erhalte die Schweiz im Falle von neuen Mutationen neu entwickelte Impfstoffe, sobald diese verfügbar sind.

08:38

Drei Millionen bivalente Impfdosen

Derzeit sind laut einem Mitarbeiter des Bundesamts für Gesundheit drei Millionen Dosen des bivalenten Impfstoffes von Moderna vorhanden. Das Spikevax Bivalent Original/Omicron schützt sowohl vor der klassischen wie auch vor der Omikron-Variante des Coronavirus.

08:36

«Tiefe Fallzahlen sind nicht das Ziel»

Mit der Impfempfehlung gehe es laut Christoph Berger nicht primär darum, die Fallzahlen so tief wie möglich zu halten. Die primäre Absicht sei vor allem, besonders gefährdete Personen vor schweren Verläufen zu schützen.

08:34

Keine Empfehlung für unter 16-Jährige

«Personen, die jünger als 16 Jahre sind, wird kein Booster empfohlen, weil wir wissen, dass auch dort etwa 98 Prozent Antikörper haben. Die Daten zeigen, dass die meisten Kinder und Jugendlichen im Laufe des letzten Jahres ein oder zweimal infiziert waren», sagt Christoph Berger. Es bestehe aber mit dem Einverständnis der Eltern die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

08:27

Neue Impfkampagne soll am 10. Oktober starten

«Die Wahl des richtigen Zeitpunkts für die Auffrischimpfung im Herbst ist zentral. Der Schutz vor einer Infektion durch die Impfung ist die ersten drei Monate nach der Impfung am höchsten. Idealerweise fällt dieser Zeitraum darum mit dem Höhepunkt der Infektionswelle zusammen», so Berger. Im Hinblick auf die Saisonalität erachte man darum den 10. Oktober als Startdatum für die Impfkampagne am sinnvollsten.

08:20

«Risiko von schweren Verläufen für Geimpfte ohne besondere Gefährdung sehr gering»

Wie Christoph Berger sagt, sei das Risiko, diesen Winter eine schwere Corona-Infektion zu erleiden, für geimpfte Personen ohne Gefährdung sehr gering. Die Virus-Übertragung sei mit der Impfung aber kaum zu beeinflussen. «Sollte die Reduktion der Virus-Übertragung das Ziel sein, müssten anstelle der Impfung wirksamere Schutzmassnahmen wie Hygieneregeln und andere Massnahmen verhängt werden», so der Präsident der Eidgenössischen Impfkommission.

08:16

Neue Impfstoffe gegen Omikron

«In der Schweiz steht eine breite Auswahl von unterschiedlichsten Impfstoffen und Medikamenten zur Behandlung gegen das Coronavirus zur Verfügung», sagt Claus Bolte, Leiter Zulassung von Swissmedic. So wurde ein sogenannter bivalenter Impfstoff von Moderna zugelassen, also ein Impfstoff, der Antikörper gegen zwei Coronavirus-Varianten enthält. Auch ein proteinbasierter Impfstoff von Novavax wurde von Swissmedic zugelassen.

08:13

Booster-Empfehlung für bestimmte Gruppen

Im Zentrum der Impfempfehlung für den Herbst 2022 steht der Schutz besonders gefährdeter Personen vor einer schweren Erkrankung. Dazu gehören zum einen Personen, die 65 Jahre alt oder älter sind sowie Risikopatienten. Eine Auffrischimpfung ist in erster Linie diesen Personengruppen empfohlen, wie das BAG schreibt.

Die Empfehlung gilt in zweiter Linie für Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren ohne Risikofaktoren, die in der Akut- und Langzeitbetreuung tätig sind oder beruflich oder privat besonders gefährdete Personen betreuen. Eine allgemeine Empfehlung besteht auch für alle anderen Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren ohne Risikofaktoren. Für sie ist eine Auffrischimpfung laut dem BAG nach individueller Abwägung und Entscheidung sinnvoll, wenn sie das Risiko einer Infektion oder eines seltenen schweren Verlaufs vermindern möchten.

Die Auffrischimpfung wird mit mRNA-Impfstoffen oder Nuvaxovid empfohlen.

08:09

«Fallzahlen dürften im Herbst und Winter steigen»

«Während die Situation derzeit relativ stabil ist, rechnen wir mit einem Anstieg der Fallzahlen im Herbst und Winter. Dann halten wir uns wieder vermehrt in Innenräumen auf, zusätzlich werden Massnahmen wie Abstand und Maskenpflicht meist nicht mehr beachtet», so Nartey. Man könne auch täglich beobachten, wie die Empfehlungen bei der Handhygiene vergessen zu gehen scheinen, so die BAG-Vizedirektorin.

Trotzdem sei die Ausgangslage eine andere als noch vor einem Jahr. Rund 97 Prozent der Schweizer Bevölkerung seien durch Impfung oder Infektion bereits mit dem Virus in Kontakt gekommen. Rund 70 Prozent der Bevölkerung seien mehrmals geimpft. Wer mit dem Virus in Kontakt komme, verfüge also höchstwahrscheinlich über ein zumindest teilweise auf das Coronavirus vorbereitetes Immunsystem.

08:05

BA.5 dominiert weiter

«Die Omikron-Variante BA.5 dominiert in der Schweiz weiterhin, wobei am meisten Fälle der Subvarianten BA.5.1, BA.5.2 und BA.5.2.1 verzeichnet werden», so Linda Nartey. Die Neuinfektionen mit der Omikron-Variante BA.2.75 würden derzeit steigen, jedoch auf niedrigem Niveau. Die Zahl der Hospitalisationen ging in den letzten drei Wochen laut Nartey zurück.

08:00

Die Pressekonferenz beginnt

An der heutigen Pressekonferenz nehmen folgende Personen teil:

  • Linda Nartey, Vizedirektorin des Bundesamtes für Gesundheit

  • Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Impfkommission

  • Claus Bolte, Leiter des Bereichs Zulassung bei Swissmedic

  • Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte

07:20

PK zur Impfstrategie im Herbst

Das Bundesamt für Gesundheit informiert um 10 Uhr über die Impfempfehlung für den kommenden Herbst. An der Pressekonferenz nehmen unter anderem Vertreter von Swissmedic, der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, der Vereinigung der Kantonsärzte und Kantonsärztinnen und des Bundesamts für Gesundheit teil.

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