Bund reicht Strafanzeige gegen Zermatt Bergbahnen ein
Aktualisiert

Bund reicht Strafanzeige gegen Zermatt Bergbahnen ein

Diese hätten mit dem Bau einer neuen Sesselbahn begonnen, obwohl der Bund die Konzession und die Baubewilligung noch nicht erteilt hätten.

Auf die kommende Wintersaison wollen die Bergbahnen Zermatt eine bestehende Zweier-Sesselbahn durch eine kuppelbare Vierer-Sesselbahn mit beheizten Sitzflächen ersetzen, die von Sunnegga paradise via Findeln nach Breitboden führt. Die Rodungen sind bereits ausgeführt, die Mastenfundamente zum Teil erstellt und die Bergstation Breitenboden ist betoniert. Dass die Bauarbeiten bereits in Angriff genommen wurden, findet im BAV keinen Anklang. Weder die Konzession noch die Baubewilligung des Bundes seien erteilt worden, sagte Saladin. Das BAV wird deshalb Strafanzeige einreichen.

Als im Juni mit dem Bau begonnen worden sei, habe er damit gerechnet, dass die Konzession innert weniger Tage erteilt werde, sagte Christen Baumann, CEO der Zermatt Bergbahnen, auf Anfrage. Das BAV habe mitgeteilt, nur die Stellungnahme des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sei noch ausstehend. Dieses habe seit zwei Jahren Kenntnis vom Projekt und nie Einwände signalisiert. Dennoch sei die Stellungnahme überraschenderweise negativ ausgefallen, so dass die Konzessionserteilung verzögert wurde. Die Bauarbeiten an der Sesselbahn sind derzeit eingestellt. Baumann hofft, dass die Konzession in den kommenden beiden Wochen erteilt wird. Dann könnte die Sesselbahn wie geplant im nächsten Winter in Betrieb genommen werden. Die 13 Millionen Franken teure Bahn hat eine Kapazität von 2.000 Personen pro Stunde. (dapd)

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