37'280: Bund schafft mit Trickli Rekordzahl an Jobs
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37'280Bund schafft mit Trickli Rekordzahl an Jobs

Die Bundesverwaltung soll um rund 230 Jobs wachsen. Das kostet Millionen. Kostentreiber sind vor allem die Ämter von Alain Berset und Doris Leuthard.

von
dob
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Der Personalapparat in Bundesbern wird von Jahr zu Jahr schwerer.

Der Personalapparat in Bundesbern wird von Jahr zu Jahr schwerer.

Keystone/Peter Klaunzer
Im Budget füs nächste Jahr sind weitere 200 bis 250 Vollzeitstellen eingeplant.

Im Budget füs nächste Jahr sind weitere 200 bis 250 Vollzeitstellen eingeplant.

Keystone/Alessandro Della Valle
Damit steigen die Kosten für das Personal um 84 Millionen auf 5,8 Milliarden Franken.

Damit steigen die Kosten für das Personal um 84 Millionen auf 5,8 Milliarden Franken.

Keystone/Alessandro Della Valle

Der Personalapparat des Bundes bläht sich weiter auf. Im Budget des Finanzdepartements für 2018 sind weitere 200 bis 250 Vollzeitstellen geplant, wie die «Handelszeitung» schreibt. Die Kosten für das Personal steigen damit um 84 Millionen Franken auf die Rekordsumme von 5,8 Milliarden Franken.

Gegenüber 20 Minuten bestätigt das Finanzdepartement den Stellenzuwachs. Das Plus betrage rund 0,7 Prozent, teilt ein Sprecher mit.

Massive Überschreitung

Die Zahl der der Vollzeitstellen in der Bundesverwaltung klettert damit auf 37'280. Das sind jedoch 2280 mehr als vom Parlament erlaubt. Dieses hatte mit einer Motion beschlossen, die Obergrenze bei 35'000 Vollzeitstellen festzusetzen.

Trotz massiver Überschreitung der verbindlichen Vorgaben teilt das Finanzdepartement mit, dass der für 2018 veranschlagte Stellenbestand «unter der Obergrenze» liege.

Bundesrat trickst

Damit die Vorgabe erfüllt ist, bedient sich der Bundesrat eines Tricks und klammert Behörden, Gerichte, das Personal ohne festen Vertrag sowie ausgelagerte – aber weiterhin vom Bund finanzierte – Bereiche aus.

Die grossen Personaltreiber sind das von Alain Berset geführte Innendepartement und Doris Leuthards Energie- und Umweltressort. Beide Departemente stocken in diversen Abteilungen kräftig auf.

Steuerverwaltung verschlingt Millionen

Der grosse Personaltreiber aber ist die Eidgenössische Steuerverwaltung. Grund ist die Einführung des automatischen Informationsaustauschs. Um diesen zu gewährleisten, werden weitere 29 Jobs geschaffen. Bis 2019 soll das Amt nochmals um 75 auf rund 1100 Steuerfahnder und Datenlieferanten aufgestockt werden, die jährlich 180 Millionen kosten, so die «Handelszeitung».

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