Aktualisiert 09.12.2008 16:51

RettungspaketBund überweist sechs Milliarden an UBS

Der Bund hat am Dienstag sechs Milliarden Franken an die UBS überwiesen. Die Mitte Oktober zwischen Bundesrat und der angeschlagenen Grossbank vereinbarte Transaktion wurde am Nachmittag vollzogen.

Dies teilte Roland Meier, Sprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), auf Anfrage mit. Aus Respekt vor dem Parlament hatte der Bund mit der ursprünglich bereits für vergangene Woche vorgesehenen Überweisung zugewartet, bis beide Räte die Kreditvorlage für das UBS-Engagement beraten haben. Obwohl noch eine Differenz in der Frage der Bedingungen des Bundes an die UBS bei der Boni-Rückzahlung besteht, ist das Geld nun geflossen. Im Grundsatz hätten beide Räte zugestimmt, hiess es im Departement Merz.

Mit dem Geld zeichnet die Eidgenossenschaft eine Pflichtwandelanleihe der UBS. Bei der Wandlung nach 30 Monaten würde der Bund damit zum Grossaktionär der Bank mit einer Beteiligung von über neun Prozent. Der Bundesrat möchte die Anleihe aber schon vorher weiterverkaufen und sich so aus dem Engagement bei der Grossbank wieder zurückziehen. Bis dahin erhält er 12,5 Prozent Zins oder 750 Millionen Franken im Jahr.

Die UBS braucht das Geld des Bundes, um es als Eigenkapital in die von der Nationalbank gegründete Zweckgesellschaft einschiessen zu können. Ein Darlehen der Notenbank von 54 Milliarden Dollar soll es der UBS ermöglichen, ihre faulen Engagements in diese Auffanggesellschaft auszulagern und die Bilanz zu befreien. (dapd)

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