Aktualisiert 23.06.2011 15:31

Gefährliche «UPS»-E-MailsBund warnt vor Angriff auf E-Banking

Eine neue E-Mail-Welle ist in der Schweiz im Umlauf, die Schadsoftware auf dem Computer des Empfängers installiert. Die Betrüger haben das Online-Banking und Kreditkarten-Nummern im Visier.

von
owi
Internet-Betrüger haben es auf Schweizer E-Banking-Kunden abgesehen.

Internet-Betrüger haben es auf Schweizer E-Banking-Kunden abgesehen.

Die in betrügerischer Absicht verschickten E-Mails stammen angeblich von der Speditionsfirma UPS und sollen Informationen zu einer Lieferung enthalten. Der Absender versucht die Empfänger dazu zu verleiten, die angehängte Datei zu öffnen oder auf einen Link zu klicken. Ziel sei es, Schadsoftware auf dem Computer zu installieren, warnt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) in einer Medienmitteilung.

Folgende Betreffzeilen wurden bisher beobachtet: «United Postal Service Tracking Nr. H7754988610» (wobei die Tracking-Nummer sowie der Titel variieren können) sowie «UPS delivery». Die Nachrichten enthalten auch Anhänge im Stil von «UPS_INVOICE_PT.zip» oder «UPS_INVOICE_TR_1.zip».

Missbräuchliche E-Banking-Aufträge

Solche Nachrichten gehören umgehend gelöscht, da es sich bei der angehängten Datei um Schadsoftware handelt, welche beispielsweise Logins, Passwörter oder Kreditkartennummern an die Angreifer übermittelt. Laut der Meldung sei auch möglich, dass auf diese Weise missbräuchliche E-Banking-Aufträge ausgeführt werden. Die Schadsoftware wird von vielen Anti-Viren-Programmen (noch) nicht erkannt und zudem regelmässig leicht abgeändert, was die Erkennung zusätzlich erschwert.

Dass Internetkriminelle E-Mails bekannter Logistik-Firmen wie UPS oder DHL für die Verbreitung von Viren und Trojanern nutzen, ist kein neues Phänomen. Da viele Leute auf ein Paket warten und neugierig sind, ist es naheliegend, dass der alte Trick immer wieder funktioniert.

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