01.07.2017 17:02

Risiken für LungeBund warnt vor Gefahren des Holi-Pulvers

Jetzt kommt wieder die Zeit der Holi-Festivals. Das Farbpulver, das dabei versprüht wird, ist jedoch nicht harmlos. Der Bund gibt nun Verhaltenstipps.

von
lüs
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Das Farbpulver, das bei Holi-Festen versprüht wird, ist nicht harmlos, warnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es könne tief in die Lungen eindringen. Mögliche Folgen: Husten, Niesen, Atemschwierigkeiten und Erbrechen. Erstmals gibt das BAG nun Verhaltenstipps.

Das Farbpulver, das bei Holi-Festen versprüht wird, ist nicht harmlos, warnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es könne tief in die Lungen eindringen. Mögliche Folgen: Husten, Niesen, Atemschwierigkeiten und Erbrechen. Erstmals gibt das BAG nun Verhaltenstipps.

Matthias Balk
Beim Holi-Fest handelt es sich um eine hinduistische Tradition aus Indien. Auch in der Schweiz finden jedoch seit einigen Jahren Holi-Festivals statt.

Beim Holi-Fest handelt es sich um eine hinduistische Tradition aus Indien. Auch in der Schweiz finden jedoch seit einigen Jahren Holi-Festivals statt.

AP/Rajesh Kumar Singh
Bild von einem Holi-Fest in Bhopal, Indien.

Bild von einem Holi-Fest in Bhopal, Indien.

epa/Sanjeev Gupta

In Indien ist es eine hinduistische Tradition. Beim Holi-Fest bewerfen sich die Teilnehmer mit Farbpulver. Seit einigen Jahren werden auch in der Schweiz Holi-Partys gefeiert – am Samstag, 1. Juli, steigt das Holi-Festival of Colours in Hüntwangen ZH, weitere Holi-Veranstaltungen sind Ende Juli und Anfang August etwa in Neuenburg und Nidau BE geplant.

Dass die Zahl derartiger Anlässe hierzulande zunimmt, bewegt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun dazu, vor den Gefahren des Holi-Farbpulvers zu warnen. Denn: «Der Ausdruck purer Lebensfreude ist nicht unbedenklich für die Gesundheit», mahnt das BAG.

Risiko für Lunge und Explosionsgefahr

Das Problem: «Holi-Pulver können tief in die Lunge eindringen und die Exposition kann kurzzeitig sehr hoch sein.» Inhaliert man das Pulver, kann dies laut dem BAG zu Husten, Niesen, Atemschwierigkeiten und Erbrechen führen. Und damit nicht genug: Auch Explosionsgefahr besteht. 2015 kam es bei einem Holi-Fest in Taiwan zu einer Staubexplosion, bei der ein Mensch getötet und 500 verletzt wurden.

Das BAG rät zwar nicht von der Teilnahme an einer Holi-Party ab. Man müsse sich aber an gewisse Sicherheitsmassnahmen halten. Um die Lunge zu schützen, sei es empfehlenswert, Augen und Mund zu schliessen, während das Pulver in die Luft geworfen wird. Oder man solle gleich eine geschlossene Brille und Gesichtsmaske tragen.

Holi-Festivals sind nichts für Asthmatiker

Komme es dennoch zur Reizung der Augen, solle man sie mit Wasser ausspülen, so das BAG. Zudem sollen Zündquellen wie etwa Feuerzeuge während Holi-Festivals nicht verwendet werden, um Explosionen zu verhindern. Kinder sowie Asthmatiker sollen laut dem BAG nicht an Holi-Festivals teilnehmen. Die Organisatoren solcher Veranstaltungen fordert das BAG auf, nur Pulver aus seriösen Quellen zu verwenden, die Besucher über die Gefahren und die Sicherheitsmassnahmen zu informieren – und dafür zu sorgen, dass ein angemessener Sanitätsdienst vor Ort ist.

Keine Tipps gibt das BAG jedoch in Bezug auf ein Problem, das in den vergangenen Jahren immer wieder aufgetreten ist: Blondinen klagten darüber, nach der Teilnahme an einem Holi-Festival pinke oder grüne Haare zu haben.

Aufnahmen vom Holi-Festival of Colours 2013 in Hüntwangen:

(Quelle: Youtube/Birdviewpicture Luftaufnahmen)

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