Finanzspritze : Bund will Handy-Empfang im Zug verbessern
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Finanzspritze Bund will Handy-Empfang im Zug verbessern

Der Ausbau der Mobilfunknetze im Regionalverkehr muss verbessert werden. Das Bundesamt für Verkehr will sich nun finanziell daran beteiligen.

von
num
Der Bund will den Empfang im Zug verbessern.

Der Bund will den Empfang im Zug verbessern.

Pro Jahr acht Millionen Franken: So viel will das Bundesamt für Verkehr (BAV) für den Ausbau der Mobilfunknetze im Regionalverkehr ausgeben, berichtet die «NZZ am Sonntag». Es wäre ein Grossteil der Kosten, um die die Empfangsqualität auf der Schiene zu verbessern.

BAV-Sprecher Andreas Windlinger sagt zur Zeitung: «Verbesserter Handy-Empfang ist im Interesse der Kunden», sagt Sprecher Andreas Windlinger. «Der Bund ist deshalb bereit, einen grossen Teil der Kosten dafür zu übernehmen.» Das Amt wird nun deshalb beim Bundesrat beantragen, den Kredit für die Abgeltungen im Regionalverkehr zu diesem Zweck zu erhöhen.

Die SBB und die Telekomanbieter Swisscom, Orange und Sunrise hatten Anfang September eine Mobilfunk-Offensive für den Regionalverkehr angekündigt - falls sich der Bund finanziell daran beteiligt. Nun folgte die positive Reaktion darauf. Gemäss der «NZZ am Sonntag» begrüssen die Bahnen den Vorentscheid und hoffen, dass sich Bundesrat und später das Parlament dieser Position anschliessen werden.

In Sachen Handy-Empfang im Regionalverkehr ist die Schweiz an einigen Orten noch ein Entwicklungsland. Jüngste Tests der Fachzeitschrift «Connect» zeigten: Im Zürcher Regionalverkehr flogen die Tester bei jedem zehnten Anruf aus der Leitung.

Besser war die Abdeckung im Fernverkehr zwischen den Städten Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Aber auch dort wurde die Verbindung noch bei 7,5 Prozent aller Testanrufe gestört.

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