Regio-S-Bahn: Bund will Herzstück in Bahnausbau aufnehmen

Aktualisiert

Regio-S-BahnBund will Herzstück in Bahnausbau aufnehmen

Das Bundesamt für Verkehr möchte das Herzstück der Regio-S-Bahn Basel realisieren. Dafür muss das BAV aber die teurere Variante des Bahnausbau-Programms durchbringen.

von
lha
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Neuer Zweck für die alte Hauptpost: 2030 soll sie als Zugang zur S-Bahn-Haltestelle Basel Mitte fungieren.

Neuer Zweck für die alte Hauptpost: 2030 soll sie als Zugang zur S-Bahn-Haltestelle Basel Mitte fungieren.

Herzog de Meuron
Die zentrale S-Bahn-Haltestelle kann auch über den Spiegelhof erreicht werden.

Die zentrale S-Bahn-Haltestelle kann auch über den Spiegelhof erreicht werden.

Herzog de Meuron
Ausstieg ist auch an der Schifflände an der Anlegestelle der Basler Personenschifffahrt möglich.

Ausstieg ist auch an der Schifflände an der Anlegestelle der Basler Personenschifffahrt möglich.

Herzog de Meuron

Endlich gute Nachrichten aus Bern, wird man am Freitag in den Baudepartementen beider Basel frohlockt haben. Noch im Februar drohte dem Basler Prestigeprojekt Schiffbruch, als es hiess, dass der Bund der Vorfinanzierung des Herzstücks eine Absage erteile. Am Mittwoch präsentierten beide Basel dann überraschend eine neue Variante der unterirdischen Durchmesserlinie zwischen den Bahnhöfen Basel SBB und Badischer Bahnhof.

Das Bundesamt für Verkehr hat nun am Freitag die ersten Details zum Bahnausbau 2030/35 bekannt gegeben. Beide Basel hoffen, dass das Herzstück in diesem Investitionsprogramm berücksichtigt wird. Sie erhoffen sich Subventionen für den S-Bahn-Ausbau in der Region in der Höhe von 3,3 Milliarden Franken. Und die Chancen stehen gut. Das Herzstück würde in der teureren der beiden Varianten des Bahnausbaus mit Zeithorizont 2035 berücksichtigt, wie das BAV bekannt gab. Dieses hätte einen Finanzrahmen von 12 Milliarden Franken.

Geld für Taktverdichtung bei S-Bahn

«Die Signale aus Bern sind äusserst positiv», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Kantone Basel-Stadt und -Landschaft. Die beiden Basel seien höchst erfreut, dass der Bund die Notwendigkeit anerkennt, die S-Bahn in der trinationalen Agglomeration Basel zu stärken.

Was jetzt schon klar ist: Egal, welche Variante des Bahnausbau-Programms in Bern am Ende verabschiedet wird, vier regionale Projekte sind ohnehin enthalten. Der Doppelspurausbau Laufental, der eine Taktverdichtung der S-Bahn ermöglicht und der Bahnanschluss des Euroairport sind genauso drin, wie die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und der Ausbau der Wiesentalbahn. Bis auf die Investitionen im Laufental benötigen diese Projekte aber noch Gelder aus Deutschland und Frankreich.

Neue Herzstück-Variante erhöht Chancen

Mit der neuen Herzstück-Variante glauben die Kantone, dass die Chancen, beim Bund den Finanzierungszuschlag zu erhalten, markant gestiegen sind. Das BAV evaluiert zurzeit fünf Grossprojekte, wovon die Basler Durchmesserlinie nur eines ist. Dessen Aufnahme in die Auswahl sei aber noch aufgrund der alten Variante erfolgt. Das überarbeitete Herzstück-Projekt weise ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis auf und sichere auch die Fernverkehrstauglichkeit.

Der Bundesrat will die Vernehmlassung zum Bahnausbau im vierten Quartal dieses Jahres eröffnen und bis Ende 2018 dem Parlament eine Botschaft überweisen. (lha/sda)

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