Aktualisiert 01.02.2019 07:51

Abgabe von 4 ProzentBund will Netflix Schweizer Programm vorschreiben

Streaming-Dienste sollen vier Prozent ihrer Einnahmen abgeben und damit den Schweizer Film fördern. Die Branche hofft auf einen einstelligen Millionenbetrag.

von
dmo
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Netflix und weitere Streaming-Dienste will das BAK zur Kasse bitten.

Netflix und weitere Streaming-Dienste will das BAK zur Kasse bitten.

AP/Paul Sakuma
Solche Investitionen kennt man bereits von nationalen Fernsehanstalten.

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Keystone/Peter Klaunzer
Es sei damit also nur eine «Gleichbehandlung», wie Ivo Kummer sagt.

Es sei damit also nur eine «Gleichbehandlung», wie Ivo Kummer sagt.

Keystone/Alessandro Della Valle

Geht es nach dem Bundesamt für Kultur (BAK), sollen Streaming-Dienste wie Netflix den Schweizer Film unterstützen. Dies in der Höhe von vier Prozent ihrer Einnahmen, die sie im Land von «Heidi» und «Sennentuntschi» generieren, wie die SRF-Sendung «Heute Morgen» am Freitag berichtet.

Für die nationalen Fernsehunternehmen existiert bereits eine solche «Investitionspflicht in das unabhängige freie Schweizer Filmschaffen», wie Ivo Kummer vom BAK sagt.

Noch keine Stellungnahme von Netflix

Wie bereits in der EU sollen Streaming-Anbieter zudem auch in der Schweiz verpflichtet werden, auf ihren hiesigen Plattformen 30 Prozent Filme sowie Serien aus Europa, und somit vielleicht auch aus der Schweiz, zu zeigen. Im Moment liegt diese Quote bei 28 Prozent. Laut BAK-Filmchef Kummer sollte durch die Abgabe ein Summe im einstelligen Millionenbereich zusammenkommen.

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Kendall Jenner, Hailey Bieber oder Emily Ratajkowski – mit einem Promovideo voller Top-Models wurde für das Fyre Festival geworben.

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Netflix
Die Realität im April 2017 sah dann aber anders aus. Das Festival wurde zu einem Desaster.

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Netflix
Organisiert wurde das Festival von Billy McFarland (rechts) und Rapper Ja Rule. McFarland sitzt aktuell eine sechsjährige Gefängnisstrafe ab.

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Netflix

SP-Nationalrat Matthias Aebischer steht hinter dem Vorschlag des BAK und findet es richtig, dass auch Online-Anbieter die Filmabgabe zahlen. Netflix hat sich laut SRF.ch noch nicht dazu geäussert.

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