Lonza-Affäre - Bund will nun doch eigene Impfstrasse prüfen
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Lonza-AffäreBund will nun doch eigene Impfstrasse prüfen

Wochenlang hat die politische Schweiz darüber debattiert, ob die Schweiz nicht selbst Impfstoff produzieren soll. Nun prüft der Bundesrat genau das.

von
Reto Heimann
Produziert die Schweiz hier bald ihren eigenen Impfstoff? Lonza-Werk in Visp VS.

Produziert die Schweiz hier bald ihren eigenen Impfstoff? Lonza-Werk in Visp VS.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Angeblich bot der Chef des Pharmaunternehmens Lonza dem Bundesrat im Mai eine exklusive Impfstrasse an.

  • Der Bundesrat dementierte.

  • Nun will er aber unter anderem genau das prüfen.

Wochenlang hat die politische Schweiz darüber gestritten, ob es der Bundesrat im vergangenen Jahr verpasst hat, sich einen exklusiven Zugang zum Moderna-Impfstoff zu verschaffen. Dieser wird unter anderem vom Pharmaunternehmen Lonza im Wallis hergestellt. Angeblich hatte der Lonza-Chef dem Bundesrat den Zugang zu einer exklusiven Impfstrasse angeboten.

Nun will der Bundesrat genau das prüfen. In der gleichen Mitteilung, in der er auch die Corona-Lockerungsschritte ab nächstem Montag ankündigt, schreibt er: «Das Eidgenössische Departement des Innern wird beauftragt zu prüfen, in welcher Form der Bund die Herstellung und Entwicklung von Covid-19-relevanten Arzneimitteln (inkl. Impfstoffe) in der Schweiz stärken kann.» Dank der Annahme des Covid-19-Gesetzes habe der Bund nun grundsätzlich die Möglichkeit dazu.

«Unser Ziel war es immer, einen schnellen Zugang zu Impfstoff und Medikamenten zu kommen», sagte Berset an der Medienkonferenz am Mittwoch. Es gebe dazu mittlerweile auch gute Arzneimittel, das man an Personen verabreichen könne, die noch keinen Zugang zum Impfstoff haben. Die Schweiz sei ein Pharmaland, daher ist es wichtig, dass wir mit diesen Firmen in laufenden Kontakt sind. «Ich stehe in permanenten Austausch mit den Chefs der Pharma-Firmen», so Berset.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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