Neues Gesetz: Bund will totales Werbeverbot für Zigis
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Neues GesetzBund will totales Werbeverbot für Zigis

Auf Plakaten, in Zeitungen und im Kino soll die Zigarettenwerbung massiv eingeschränkt werden. Als Sponsoren sollen die Tabakfirmen aber weiter auftreten dürfen.

von
kko
Eine junge Frau beim Zigarettenkauf: «Ein umfassendes Werbeverbot soll verhindern, dass Jugendliche richtiggehend zum Rauchen verführt werden», sagt Sonja Bietenhard, Direktorin der Lungenliga.

Eine junge Frau beim Zigarettenkauf: «Ein umfassendes Werbeverbot soll verhindern, dass Jugendliche richtiggehend zum Rauchen verführt werden», sagt Sonja Bietenhard, Direktorin der Lungenliga.

Mit einem neuen Tabakgesetz will der Bund Werbung für Zigaretten drastisch reduzieren. Verbannt werden soll sie künftig aus Zeitungen und Zeitschriften, von Plakatwänden und aus Kinos, meldet «10 vor 10». Der Gesetzesentwurf befindet sich zurzeit in der Ämterkonsultation.

Die Lungenliga begrüsst das geplante Werbeverbot: «Für die Lungenliga steht der Jugendschutz im Vordergrund», sagt Direktorin Sonja Bietenhard in der Sendung. Ein umfassendes Werbeverbot ergebe hier Sinn, weil mit der Werbung «Jugendliche richtiggehend zum Rauchen verführt werden». Ziel der Lungenliga sei, dass in der Schweiz möglichst wenig Menschen rauchten.

Für Hans Hess von der Vereinigung des Schweizerischen Tabakwarenhandels hingegen schiesst der Entwurf des Bundesamts für Gesundheit weit übers Ziel hinaus: «Das ist für uns eine totale Überregulierung», sagt er. Dieser Meinung ist auch Hanspeter Lebrument, Präsident der Schweizer Verleger: «Rauchen ist erlaubt, deshalb sollen Zigaretten auch beworben werden dürfen.»

Obwohl der Bund die Zigarettenwerbung massiv einschränken will, an Veranstaltungen wie Openair-Festivals und Kulturanlässen dürfen die Tabakfirmen weiterhin als Sponsor präsent sein. Nur bei Veranstaltungen mit «internationalem Charakter» und «grenzüberschreitender Wirkung» sollen Tabakfirmen zukünftig nicht mehr als Sponsoren auftreten dürfen.

Das neue Gesetz geht im Frühling offiziell in die Vernehmlassung.

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