Reise zum Klimagipfel – Bundesangestellte nehmen den Zug nach Glasgow, Bundesräte fliegen

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Reise zum KlimagipfelBundesangestellte nehmen den Zug nach Glasgow, Bundesräte fliegen

Mitarbeitende des Bundesamts für Umwelt setzen ein Zeichen und machen eine 16-stündige Bahnfahrt. Der Bundesratsjet fliegt in diesen Tagen trotzdem dreimal nach Glasgow.

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Sein Flug nach Glasgow soll vollumfänglich kompensiert werden: Bundespräsident Guy Parmelin spricht am Klimagipfel. (1. November 2021)

Sein Flug nach Glasgow soll vollumfänglich kompensiert werden: Bundespräsident Guy Parmelin spricht am Klimagipfel. (1. November 2021)

AFP/Andy Buchmanan
Finanzminister Ueli Maurer flog ebenfalls nach Schottland. (Archivbild)

Finanzminister Ueli Maurer flog ebenfalls nach Schottland. (Archivbild)

AFP/Fabrice Coffrini
Geht normalerweise mit gutem Beispiel voran, benutzt diesmal aber auch den Bundesratsflieger: Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Geht normalerweise mit gutem Beispiel voran, benutzt diesmal aber auch den Bundesratsflieger: Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

AFP/Fabrice Coffrini

Darum gehts

  • Der Klimagipfel findet in Glasgow, Schottland, statt.

  • Mitarbeitende des Bundesamts sind mit dem Zug gereist.

  • Die drei Bundesräte Parmelin, Maurer und Sommaruga benutzen das Flugzeug.

Bundesbeamte setzen ein Zeichen für den Klimaschutz: Die siebenköpfige Delegation des Bundesamts für Umwelt, die an der Klimakonferenz in Glasgow teilnimmt, ist mit der Bahn angereist. Dies bestätigt das Umweltdepartement gegenüber der «SonntagsZeitung». Rund 16 Stunden dauert die Fahrt von Bern aus via Paris und London.

Die Bundesangestellten nutzen die Zeit im Zug, um zu arbeiten, wie es heisst. Mit der Bahn dauert die Reise viel länger. Ein Linienflug von der Schweiz nach Glasgow dauert inklusive Zwischenstopp im besten Fall etwa fünf Stunden.

Zugreise war nicht zwingend

Zwingend war die Zugreise für die Bundesangestellten allerdings nicht. Die Regelung für die Bundesverwaltung sieht vor, dass die Bahn nur für Reisen unter sechs Stunden vorgeschrieben ist.

Die drei Bundesräte, welche die Konferenz besuchen, werden dagegen mit dem Bundesratsjet nach Glasgow geflogen. Bundespräsident Guy Parmelin und Finanzminister Ueli Maurer waren schon dort, Umweltministerin Simonetta Sommaruga folgt nächste Woche. Ihr Departement begründet gegenüber der «SonntagsZeitung» die Flüge damit, dass der Planungsspielraum bei Dienstreisen von Bundesrätinnen und Bundesräten aus verschiedenen Gründen eingeschränkt sei. Der CO2-Ausstoss dieser Reisen wird vollumfänglich kompensiert.

Doch gerade Sommaruga ist auch immer wieder mit dem Zug unterwegs. Vor knapp zwei Jahren nahm sie für ihren Arbeitsbesuch als Bundespräsidentin in Wien den Nachtzug. Und auch vor einem Monat fuhr sie mit der Bahn nach Mailand, als dort eine Vorbereitungskonferenz zum Klimagipfel stattfand.

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(chk)

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