Football Leaks: Bundesanwalt Lauber sieht keinen Grund zu gehen
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Football LeaksBundesanwalt Lauber sieht keinen Grund zu gehen

Bundesanwalt Michael Lauber äussert sich im Rahmen einer Medienkonferenz unter anderem zu zwei nicht protokollierten Treffen mit Gianni Infantino.

Bundesanwalt Michael Lauber verteidigt seine zwei Treffen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino im Jahr 2016. Solche Gespräche auf übergeordneter Ebene seien nötig gewesen, um Fragen zum Verfahrenskomplex Fussball zu klären. (Video: SDA)

Bundesanwalt Michael Lauber verteidigt seine zwei Treffen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino im Jahr 2016. Solche Gespräche auf übergeordneter Ebene seien nötig gewesen, um Fragen zum Verfahrenskomplex Fussball zu klären.

Lauber äusserte sich am Mittwoch in Bern vor den Medien zu den Treffen, nachdem er der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) sowie den zuständigen Organen der Bundesversammlung darüber Auskunft gegeben hatte. Dass Lauber den damals neu gewählten Infantino 2016 zwei Mal persönlich getroffen hatte, war öffentlich kritisiert worden.

Fifa Privatkläger und geschädigte Partei

Treffen wie sie mit Infantino stattgefunden hätten, seien Bestandteil davon, wie er seine Amtsführung verstehe, erklärte Lauber. Er wolle in der Lage sein, Strategien zu entwickeln, um ein Verfahren zu führen. Der Weltfussballverband Fifa sei im Fussball-Verfahrenskomplex Privatkläger und geschädigte Partei.

Er wolle auch künftig Gespräche dieser Art führen, sagte Lauber. Sie ermöglichten einen Austausch zwischen den am Verfahren Beteiligten, und sie seien wichtig, um ein Verfahren zu steuern und zu koordinieren. «Das muss so weitergeführt werden», betonte er und fügte an, dass er für die Amtszeit 2020-2023 erneut kandidieren wolle.

Erste Verfahrensabschlüsse kommendes Jahr

Die Strafuntersuchungen im Zusammenhang mit Fussball nahm die Bundesanwaltschaft auf eine Anzeige der Fifa an die Hand. Ein erstes Strafverfahren wurde im März 2015 eröffnet. Inzwischen ist der Komplex auf rund 25 Verfahren und Daten im Umfang von 19 Terabyte angewachsen.

Die Bundesanwaltschaft strebt an, die ersten dieser Verfahren im kommenden Jahr zum Abschluss bringen zu können. Das könne heissen, dass sie eingestellt würden oder aber dass es zu einer Anklage komme, sagte Informationschef André Marty an der Medienkonferenz. (20 Minuten/sda)

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