Bundesaufträge als Kontrollinstrument für Lohngleichheit
Aktualisiert

Bundesaufträge als Kontrollinstrument für Lohngleichheit

Firmen, die staatliche Aufträge erhalten wollen, müssen die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann einhalten.

Zur Kontrolle dieser gesetzlichen Bedingung ist eine Methode entwickelt worden, die künftig im Submissionswesen des Bundes eingesetzt wird.

Auftraggeber der öffentlichen Hand dürfen gemäss Bundesgesetz über das Beschaffungswesen von 1994 nur Unternehmen berücksichtigen, die den Grundsatz der Lohngleichheit gewährleisten. Firmen, die diese Auflage nicht einhalten, können aus laufenden Beschaffungsverfahren ausgeschlossen werden.

Das jährliche Auftragsvolumen des Bundes beträgt rund 13 Millarden Franken. Bundesaufträge fliessen vor allem in männergeprägte Branchen. Die frauengeprägten Branchen wie Handel, Gastgewerbe oder Gesundheit können via Submissionen kaum erreicht werden.

Im Auftrag des Eidg. Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und der Beschaffungskommission des Bundes (BKB) hat das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) ein Kontrollinstrument entwickelt, um die Einhaltung der Lohngleichheit zu überprüfen. Es wurde am Dienstag in Bern vorgestellt. (sda)

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