Aktualisiert 13.01.2006 13:09

Bundesbehörden prüfen Road Pricing

Seit in grossen europäischen Städten wie London und Stockholm Strassenbenutzungsgebühren eingeführt wurden, wird auch in der Schweiz über Road Pricing diskutiert.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) stellt Ende Monat einen Bericht dazu vor.

Der Bericht soll Möglichkeiten aufzeigen, wie die Erhebung von Strassenbenutzungsgebühren umgesetzt werden könnte und welche Strassen sich eignen würden, sagte ASTRA-Sprecher Frédéric Revaz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Es handelt sich um den ersten Teil eines grösseren Forschungsprojektes über die Preisgestaltung im privaten und öffentlichen Verkehr. Das Projekt mit dem Namen «Mobility Pricing» soll klären, wie die Transportpreise und die Reisekosten das Mobilitätsverhalten beeinflussen. Der Schlussbericht wird für 2007 erwartet.

Für den ersten Teilbericht wurden anhand von Fallbeispielen Möglichkeiten der Erhebung von Gebühren untersucht. Neben dem ASTRA erarbeitet auch das Bundesamt für Raumentwicklung eine Studie dazu. Diese wird im Herbst erwartet, wie Sprecher Reto Hügli sagte.

Der Bundesrat hatte sich im November 2004 grundsätzlich positiv zum Road Pricing geäussert. Angesichts der grossen Verkehrsprobleme sei die Einführung von Strassenbenutzungsgebühren mittelfristig eine Option.

In seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Felix Walker (CVP/SG) schliesst der Bundesrat auch ein flächendeckendes Road Pricing nicht aus. Längerfristig wäre dies eine Lösung, hält er fest. Die Benutzungsgebühren würden in diesem Fall einen Teil der heutigen Abgaben ersetzen.

(sda)

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