Bundesbrief ist wieder zu Hause
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Bundesbrief ist wieder zu Hause

Der Bundesbrief ist heil von der ersten Reise ins Ausland in sein Museum in Schwyz zurückgekehrt. Der Schwyzer Staatsarchivar brachte das ausgeliehene Dokument zur Erleichterung diverser Politiker unversehrt aus den USA zurück.

Drei Wochen lang war der Bundesbrief Prunkstück der Ausstellung «Sister Republics» in Philadelphia, die zum Projekt «Swiss Roots» gehört. Die Ausstellung im National Constitution Center zeigte Parallelen zwischen der schweizerischen und der amerikanischen Verfassung auf und war am Freitag zu Ende gegangen.

Grosses Interesse

Das Center wird laut einer Mitteilung des Schwyzer Justizdepartements täglich von rund 5000 Personen besucht. Ausrücklich wegen des Bundesbriefs seien in den vergangenen drei Wochen knapp 31 000 Besucherinnen und Besucher gekommen.

Nach der Ausstellung wurde die Urkunde wie auf dem Hinweg unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder in die Schweiz transportiert: In einem Spezialkoffer und mit Handschellen angekettet an den Schwyzer Kantonsarchivar Kaspar Michel, wie dieser am Montag auf Anfrage bestätigte.

Verkauf abgelehnt

Die Ausleihe des Bundesbriefs hatte in der Schweiz im Vorfeld einen kleinen Wirbel erzeugt. Eine SVP-nahe Gruppe hielt es für zu heikel, das über 700 Jahre alte Originaldokument auf Reisen zu schicken. Drei SVP-Nationalräte wollten den Brief kaufen und die Ausleihe verhindern. Der Kanton Schwyz lehnte dankend ab.

Nun ist der Bundesbrief wieder als Urkunde Nr. 27 in seiner angestammten Vitrine im Bundesbriefmuseum Schwyz zu sehen. Dort erfährt er vielleicht etwas mehr Beachtung - nicht zuletzt von Amerikanern mit Schweizer Wurzeln, denn die Ausstellung des Dokuments hatte durchaus auch touristische Ziele. (sda)

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