Waadt: Bundesgericht gibt grünes Licht für grössten Windpark der Schweiz

Aktualisiert

WaadtBundesgericht gibt grünes Licht für grössten Windpark der Schweiz

Ein wichtiger Meilenstein für die Énergie Naturelle Mollendruz SA: Das Bundesgericht hat alle Beschwerden gegen die Bewilligung des Nutzungsplans für den Windpark in vollem Umfang abgewiesen.

von
Florian Osterwalder
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Im Kanton Waadt, in der Nähe der französischen Grenze, sollen zwölf Windturbinen installiert werden.

Im Kanton Waadt, in der Nähe der französischen Grenze, sollen zwölf Windturbinen installiert werden.

suisse-eole.ch
Zwölf Turbinen sollen jährlich Strom für etwa 100’000 Menschen liefern.

Zwölf Turbinen sollen jährlich Strom für etwa 100’000 Menschen liefern.

IMAGO/BildFunkMV
Der Col du Mollendruz liegt zwischen Bern und Genf im Kanton Waadt.

Der Col du Mollendruz liegt zwischen Bern und Genf im Kanton Waadt.

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Darum gehts

  • Schweizer Windstrom hat eine ausgezeichnete Ökobilanz.

  • Nun werden zwölf Windturbinen im Kanton Waadt installiert. 

  • Damit können jährlich 100 bis 112 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.

«Das ist eine wunderbare Neuigkeit, denn Windenergie ist nicht nur erprobt, sondern auch die Technologie mit dem höchsten Winterstromanteil und das zu Kosten, die deutlich unter dem aktuellen europäischen Strommarktpreis liegen», so Lionel Perret, Geschäftsleiter von Suisse Eole. Er ist erfreut über den Entscheid des Bundesgerichts. Auch die Ökobilanz von Schweizer Windstrom ist ausgezeichnet: Mit neun Gramm CO2-Ausstoss pro Kilowattstunde liegt sie gleich hinter dem Wasserstrom mit vier Gramm und vor Solarstrom mit 33 Gramm.

Im Windpark Mollendruz, der auf dem Höhenzug östlich des Col du Mollendruz liegt, sollen zwölf Windturbinen mit einer Kapazität von insgesamt 50 Megawatt gebaut werden. Damit können jährlich 100 bis 112 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden, was den jährlichen Haushaltsstromverbrauch von rund 100’000 Personen deckt, wie Suisse Eole in einer Medienmitteilung schreibt.

Gesamtkosten von circa 90 Millionen Franken

Mit seinen zwölf Windturbinen der neusten Technologie werde der Windpark die Windstromproduktion in der Schweiz mit seinen aktuell 41 Anlagen um 80 Prozent erhöhen. Lionel Perret weiter: «Die Technologie hat unglaubliche Fortschritte gemacht, wir müssen die Projekte nun so rasch wie möglich realisieren, um möglichst schnell unsere Versorgungssicherheit zu erhöhen.»

Isabelle Chevalley, Präsidentin von Suisse Eole: «Zwei Drittel des Windstroms werden im Winter produziert. Damit ist er für die Versorgungssicherheit systemrelevant und kompensiert die Solar- und Wasserkraft, die im Winter weniger produzieren.» Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf etwa 90 Millionen Franken. 

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