Sion-Präsident Christian Constantin verliert Steuer-Streit vor Bundesgericht

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3,7 Millionen FrankenBundesgericht schmettert Steuertrick von Sion-Präsident Constantin ab

Das Bundesgericht bestätigt einen Entscheid des Freiburger Kantonsgerichts, wonach Sion-Präsident Christian Constantin sich unerlaubte Steuerabzüge geleistet hat.

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Christian Constantin ist mit seiner Beschwerde vor dem Bundesgericht abgeschmettert.

Christian Constantin ist mit seiner Beschwerde vor dem Bundesgericht abgeschmettert.

Urs Lindt/freshfocus
Der Sion-Präsident muss im Kanton Freiburg Steuern nachzahlen.

Der Sion-Präsident muss im Kanton Freiburg Steuern nachzahlen.

Martin Meienberger/freshfocus
Dabei geht es um unerlaubte Steuerabzüge.

Dabei geht es um unerlaubte Steuerabzüge.

Marc Schumacher/freshfocus

Darum gehts

  • Christian Constantin muss mit seiner Firma im Kanton Freiburg Steuern nachzahlen.

  • Das Bundesgericht bestätigt einen Entscheid des Kantonsgerichts.

  • Eine Immobilienfirma des Sion-Präsidenten hatte unerlaubt 3,7 Millionen Franken an Steuerabzügen ausgewiesen.

Dicke Post für Christian Constantin. Der Sion-Präsident ist mit einer Beschwerde vor dem Bundesgericht abgeblitzt und muss nun kräftig Steuern nachzahlen. Das aber nicht etwa im Wallis, sondern im Kanton Freiburg.

Konkret geht es um die Walliser Immobilienfirma Christian Constantin SA, die auch in anderen Kantonen tätig ist und darum auch dort Steuern zahlen muss. 2018 hatte die Firma 3,7 Millionen Franken an die Olympique des Alpes SA, das Besitzerunternehmen des FC Sion, überwiesen. Auch dieses gehört Constantin. Die Immobilienfirma wies diese 3,7 Millionen als Sponsoren-Beiträge aus und machte aufgrund einer Übereinkunft mit der Walliser Steuerbehörde entsprechende Steuerabzüge geltend.

Sponsoring-Beiträge für Privatjet

Das Bundesgericht stützt aber nun den Entscheid des Kantonsgerichts Freiburg, dass die Christian Constantin SA für ihre Sponsoring-Beiträge gar keine Gegenleistungen erhalten habe. Zudem sei der Kanton Freiburg nicht an eine Vereinbarung zwischen der Firma und dem Kanton Wallis gebunden. Wie viel Steuern Constantin im Kanton Freiburg nun noch zu zahlen hat, muss von den kantonalen Steuerbehörden noch festgelegt werden.

Im Urteil des Bundesgerichts ist nun auch ersichtlich, was mit den 3,7 Millionen passiert ist. Neben der Miete für Räumlichkeiten des FC Sion und Unterkunft von Spielern, wurde die Summe auch für Anwaltskosten und die Nutzung des Privatjets von Christian Constantin eingesetzt. Rund zwei Millionen gingen in Form von Vorschüssen direkt an den Präsidenten.

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(law)

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