Nach Kritik an Massnahmen: Bundeskanzlerin Merkel stoppt Corona-Beschlüsse zu Osterruhe
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Nach Kritik an MassnahmenBundeskanzlerin Merkel stoppt Corona-Beschlüsse zu Osterruhe

Nachdem Deutschland am Dienstag die Verlängerung des Lockdowns bis Ostern beschlossen hat, hagelte es aus den Bundesländern scharfe Kritik. Die Bundeskanzlerin hat am Krisengipfel beschlossen, die Corona-Oster-Beschlüsse zu stoppen.

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Kritik aus den Bundesländern: Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwoch um 11 Uhr mit den Ministern über die Massnahmen sprechen. 

Kritik aus den Bundesländern: Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwoch um 11 Uhr mit den Ministern über die Massnahmen sprechen.

via REUTERS
Diese hatten ihre Entscheide scharf kritisiert. 

Diese hatten ihre Entscheide scharf kritisiert.

Kay Nietfeld/dpa
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bestätigte gegenüber den Medien, dass am Mittwoch ein Krisengipfel statt finden werde. 

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bestätigte gegenüber den Medien, dass am Mittwoch ein Krisengipfel statt finden werde.

Federico Gambarini/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach der scharfen Kritik an den jüngsten Corona-Beschlüssen die Ministerpräsidenten der Länder kurzfristig zu weiteren Beratungen eingeladen. Kurz nach 11 Uhr wurde bekannt, dass die Bundeskanzlerin die Corona-Beschlüsse betreffend der Osterruhe gestoppt hat.

Oster-Lockdown in der Kritik

Bund und Länder hatten in der Nacht auf Dienstag entschieden, dass sie den steigenden Corona-Infektionszahlen mit einem verschärften Lockdown in der Osterwoche begegnen wollen. Vom 1. bis zum 5. April solle das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt werden: Zusätzlich zu den Osterfeiertagen sollen dann der Gründonnerstag und der Ostersamstag als «Ruhetage» mit «Ansammlungsverbot» definiert werden, heisst es in dem Beschluss, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in rund zwölfstündigen Beratungen in der Nacht zu Dienstag fassten.

Die Beratungen in der grossen Runde aus Ministerpräsidenten und Kanzlerin waren am frühen Montagabend unterbrochen und zeitweise in kleine Runden fortgeführt worden. Zäher Streit entzündete sich unter anderem an dem Vorhabe von fünf Bundesländern, ihren Bürgern «kontaktarme» Urlaubsreisen im eigenen Land zu ermöglichen. Dies wollte Merkel aber verhindern. Aus dem letztlich verabschiedeten Beschluss wurde der Passus zu den «kontaktarmen» Reisen gestrichen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(afp/lub)

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286 Kommentare
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Lotta Schmitzi

24.03.2021, 14:25

Da sollste dann schlau drauß werden . Du musst im Baumarkt anrufen um einen Termin zu bekommen.. darfst dich nicht mit mehreren Freunden gleichzeitig treffen . Aber die Kinder müssen zur Schule und sitzen in überfüllten Bussen ..? Wo ist da die Logik ?

Gross Artig

24.03.2021, 13:56

Chapeau. Ich bin gar kein Freund von Angela Merkel. Aber dies zeigt Grösse und Stil. Auch wenn sie wenig zu verlieren hat, kenne ich keinen anderen Politiker in ihrer Position der einen persönlichen "Fehler" eingesteht.

Reiner Keiner

24.03.2021, 13:25

Weltweit sieht man, dass konsequente Lockdowns und viel Solidarität am erfolgreichsten sind. Dass die SVP mit einer gegenteiligen Meinung in die Medien geht, ist ja ihr gutes Recht. Aber wieso schwätzen ihr so viele Menschen nach, wenn doch das Gegenteil so offensichtlich ist?