Leipzig in der Champions League : Bundesliga-Drama – Tor in der Nachspielzeit rettet Stuttgart die Klasse 
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Leipzig in der Champions League Bundesliga-Drama – Tor in der Nachspielzeit rettet Stuttgart die Klasse 

Der 34. Bundesligaspieltag hatte viel Spannung zu bieten. Am Ende war klar: Bielefeld muss in die zweite Liga – Hertha in die Barrage. 

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Die Stuttgarter drehten durch! In der Nachspielzeit sicherte man sich den Klassenerhalt. 

Die Stuttgarter drehten durch! In der Nachspielzeit sicherte man sich den Klassenerhalt. 

REUTERS
Endo wurde zum Helden in der 92. Spielminute. 

Endo wurde zum Helden in der 92. Spielminute. 

Getty Images
Lange sah es aufgrund dieses Patzers von VfB-Goalie Müller nicht gut aus. 

Lange sah es aufgrund dieses Patzers von VfB-Goalie Müller nicht gut aus. 

IMAGO/Jan Huebner

Darum gehts

  • Zahlreiche Entscheidungen gab es am letzten Spieltag der Bundesliga. 

  • Nun wissen wir, wer absteigt und wer in welchem europäischen Wettbewerb spielt. 

  • Der Abstiegskampf hätte nicht spektakulärer enden können. 

Wer sichert sich den direkten Klassenerhalt, wer spielt in der Champions League? Am letzten Spieltag der Bundesligasaison waren noch viele Fragen offen. Im Kampf um den Klassenerhalt hatte Hertha BSC die besten Karten. Stuttgart hoffte allerdings ebenfalls noch auf den direkten Ligaverbleib. Die Chancen von Bielefeld waren aufgrund der schlechten Tordifferenz nur noch theoretisch. 

Um 17.28 Uhr war klar: Bielefeld steigt ab, Hertha muss in die Relegation – Stuttgart schaffte die Sensation und sicherte sich trotz eines Goalie-Patzers den Klassenerhalt. In der Nachspielzeit fiel der 2:1-Siegtreffer für die Schwaben – das Stadion wurde zum Tollhaus. Hertha vergab im letzten Spiel eine 1:0-Führung in Dortmund. Ein Punkt hätte für den direkten Klassenerhalt gereicht. Nun geht es aufgrund der viel schlechteren Tordifferenz in die Barrage gegen den Dritten der zweiten Bundesliga. 

Auch die genauen Platzierungen im Kampf um die europäischen Wettbewerbe sind nun klar. Trotz eines Unentschieden spielt RB Leipzig in der Champions League, da Freiburg gegen Leverkusen nicht gewinnen konnte. Freiburg wird nun gemeinsam mit Union Berlin in der Europa League antreten. Köln wird kommende Saison in der Conference League spielen. 

BVB – Hertha 2:1

Hertha BSC hat im Abstiegs-Showdown der Fussball-Bundesliga das erhoffte Happy End verpasst. Nach dem 1:2 (1:0) bei Borussia Dortmund müssen die Berliner als Tabellen-16. in die Relegation. Mit dem 2:1-Sieg über den 1. FC Köln zog der nun punktgleiche VfB Stuttgart aufgrund der besseren Tordifferenz noch an der Mannschaft von Felix Magath vorbei. 

Tore der Dortmunder Erling Haaland (68./Handelfmeter) und Youssoufa Moukoko (84.) vor 80’500 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgten bei allen Beteiligten trotz der zwischenzeitlichen Führung von Ishak Belfodil (18./Foulelfmeter) für grosse Ernüchterung. Bei den Dortmundern durfte zum Abschied Roman Bürki nochmals ran. Ebenfalls in der Startelf: Manuel Akanji. 


Bielefeld – Leipzig 1:1

Das ostwestfälische Wunder ist ausgeblieben, Arminia Bielefeld ist zum achten Mal aus der Fussball-Bundesliga abgestiegen. RB Leipzig genügte beim 1:1 (0:0) am Samstag auf der Alm der Schongang, um auch in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen. Willi Orban rettet den schwachen Sachsen in der Nachspielzeit (90. Minute +3) den Punkt.

Stuttgart – Köln 2:1

Der VfB Stuttgart hat es geschafft und den direkten Klassenerhalt am letzten Spieltag der Fussball-Bundesliga doch noch erreicht. Die Schwaben lösten durch ein Last-Minute-Tor von Wataru Endo die Aufgabe gegen den 1. FC Köln mit 2:1 (1:0) und profitierten von einer Niederlage am Samstag im Parallelspiel von Hertha BSC bei Borussia Dortmund (1:2). Dadurch kletterte der VfB dank der besseren Tordifferenz noch auf den 15. Platz.

Leverkusen – Freiburg 2:1

Der Traum von der ersten Teilnahme an der Champions League ist für den SC Freiburg endgültig geplatzt. Eine Woche vor dem ersten Pokal-Endspiel der Vereinsgeschichte gegen RB Leipzig verloren die Breisgauer zum Liga-Abschluss das Fernduell mit den Sachsen um den letzten Platz in der Königsklasse. Nach dem 1:2 (0:0) bei Bayer Leverkusen rutschte der SC sogar noch auf Rang sechs hinter Union Berlin ab. Am Ende war es dennoch dramatisch, zwischenzeitlich fehlte dem SC ein Tor. Dennoch wird Freiburg erstmals seit fünf Jahren und zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte europäisch spielen.

Bayer war zuvor schon nach zwei Jahren wieder für die Champions League qualifiziert gewesen und holte zum Abschluss den erhofften Sieg zum Abschied von Rudi Völler. Der Weltmeister von 1990 geht nach mehr als 23 Jahren im Verein – zwei als Spieler, 21 in sportlichen Führungspositionen – in den Ruhestand, bleibt aber als Club-Botschafter und Mitglied des Gesellschafterausschusses erhalten.


Union – Bochum 3:2

Die Fans brachten die Försterei schon vorher zum Beben, für die Spieler begann mit dem Abpfiff die lange und berauschende Europa-League-Party. Drei Jahre nach dem erstmaligen Aufstieg in die Fussball-Bundesliga krönte die Mannschaft von Erfolgscoach Urs Fischer eine am Ende überragende Saison mit der Premieren-Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison.

Gladbach – Hoffenheim 5:1

Mit einer Galavorstellung hat Borussia Mönchengladbach eine komplizierte Bundesligasaison noch zu einem versöhnlichen Ende geführt, doch Trainer Adi Hütter verkündete nach dem Spiel seinen Abgang aus Gladbach. Sein Team gewann am Samstag das letzte Saisonspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 5:1 (3:1) und belegt damit erstmals seit elf Jahren mit Rang zehn keinen einstelligen Tabellenplatz in der End-Tabelle. Vor 50’395 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Lars Stindl (26.), Alassane Plea (45./Foulelfmeter), Jonas Hofmann (45.+1) und Breel Embolo (53.) die Treffer für die Gladbacher, Andrej Kramaric (3.) traf für die Gäste. Die Hoffenheimer, die sieben Mal in dieser Saison auf einem Champions-League-Platz standen, setzten hingegen ihren Negativtrend fort und blieben in den letzten neun Saisonspielen sieglos.


Wolfsburg – Bayern 2:2

Meister FC Bayern beendete die Saison mit einem 2:2 (2:1) beim VfL Wolfsburg. Womöglich war es der letzte Auftritt von Torjäger Robert Lewandowski. Der Weltfussballer will den Club trotz Vertrages bis 2023 im Sommer verlassen. «Ich habe mit Lewa gesprochen. In dem Gespräch hat er mir mitgeteilt, dass er unser Angebot, den Vertrag zu verlängern, nicht annehmen möchte und dass er den Verein gerne verlassen würde», sagte Salihamidzic dem TV-Sender Sky. Im Gespräch ist der FC Barcelona, mit dem sich der Pole einem Bericht von Sport1 zufolge mündlich über einen Wechsel geeinigt habe. Torschützenkönig Lewandowski markierte in Wolfsburg sein 35. Saisontor (40. Minute), insgesamt war es sein 312. Bundesliga-Treffer. Ausserdem traf Josip Stanisic (17.) für die Bayern. Für Wolfsburg waren Jonas Wind (45.) und Max Kruse (58.) erfolgreich.

Mainz – Frankfurt 2:2

Eintracht Frankfurt hat den letzten Härtetest vor dem Europa-League-Finale gegen die Glasgow Rangers bestanden. Die Hessen kamen am Samstag zum Saisonabschluss in der Fussball-Bundesliga zu einem 2:2 (2:1) beim FSV Mainz 05. Im Rhein-Main-Derby vor 33’000 Zuschauern traf Marcus Ingvartsen (10./49. Minute) für die Hausherren doppelt. Tuta (25.) und Rafael Borré (35.) erzielten die Tore für Frankfurt.


Augsburg – Fürth 2:1

Joker Michael Gregoritsch hat der SpVgg Greuther Fürth das letzte kleine Abschiedsgeschenk aus der Fussball-Bundesliga verwehrt. Der Österreicher bescherte dem bereits geretteten FC Augsburg am Samstag einen schmeichelhaften Heimerfolg. Ohne ihren am Coronavirus erkrankten Trainer Stefan Leitl verpassten die Franken beim 1:2 (1:1) den ersehnten ersten Auswärtssieg der Saison. 

(dpa/fss)

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