Bundespersonal ist unzufrieden

Aktualisiert

Bundespersonal ist unzufrieden

Jeder dritte Angestellte des Bundes hat «innerlich gekündigt» – vor einem Jahr hatten erst 20 Prozent resigniert.

Dies zeigt der neuste Bericht über die Zufriedenheit der 37 000 Bundesangestellten, der am 30. September vor den Bundesrat kommt, berichtete der «SonntagsBlick». Demnach ist die Personalzufriedenheit erneut gesunken: Ein Drittel des Bundespersonals hat «innerlich gekündigt» – es ist ihnen egal, was läuft. Vor einem Jahr hatten erst 20 Prozent, vor zwei Jahren erst 18 Prozent resigniert. Laut dem Bericht ist die Ursache aber nicht der Lohn, sondern die mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit und die öffentliche Verhöhnung der Angestellten, selbst durch die Bundesräte.

Dies ist auch der Grund, weshalb Personalchef Peter Hablützel letzte Woche den Hut genommen hat: «Diese Schnodderigkeit, diese Geringschätzung des Personals finde ich unerträglich», sagte er der «Berner Zeitung» und zielte damit auf Bundesrat Christoph Blocher, der die Bundesverwaltung als geschützte Werkstatt bezeichnet hatte.

Sparpaket: Merz kann Leuenbergers Sorgen nachfühlen

Bundesrat Hans-Rudolf Merz versucht, die durch die angekündigte Aufgabenüberprüfung aufgeworfenen Wogen zu glätten. «Noch ist nichts beschlossen», sagte Merz dem «SonntagsBlick». Er könne aber nachfühlen, dass sich Bundesrat Moritz Leuenberger Sorgen mache.

Leuenberger hatte sich davon distanziert, durch den Verzicht auf staatliche Aufgaben bis zu 20 Prozent sparen zu können.

500 000 Franken für 3 Ex-Beamte

Laut der «SonntagsZeitung» lässt sich das Finanzdepartement das Schweigen von drei Ex-Bundesangestellten rund eine halbe Million Franken kosten. Die Finanzkontrolle startet nun eine Untersuchung.

Die drei Juristen hatten sich eine Fehde mit einem Amtsdirektor geliefert, bei der es um Mobbing- und Nötigungsvorwürfe ging. Am Ende wurde dieser rehabilitiert.

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