Bundesplatz als Attraktion
Aktualisiert

Bundesplatz als Attraktion

Der neu gestaltete Bundesplatz erweist sich für die Stadt Bern als Anziehungspunkt erster Güte.

Das von 11 bis 23 Uhr in Betrieb stehende Wasserspiel wird spielerisch genutzt. «Wir sind positiv überrascht», heisst es bei den Stadtbehörden.

200 bis 300 Leute seien fast immer da, wenn das Wasserspiel mit seinen 26 Fontänen jede halbe Stunde für rund 18 Minuten neu beginnt. Das schöne Wetter der ersten Augustwoche habe sicher mitgeholfen, dass es derart Anklang gefunden habe, sagte Paul Müller von der städtischen Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau (PVT) am Freitag auf Anfrage.

Inzwischen durfte die Stadt einen weiteren Beitrag von 10 000 Franken an die Fontänen entgegennehmen. Weil der Kanton Waadt offiziell keinen Beitrag leistete, sprang ein privates Komitee unter jungfreisinniger Führung in die Bresche und brachte die Summe zusammen.

Der Scheck aus der Waadt wurde PVT-Direktor Alexander Tschäppät diese Woche auf dem Bundesplatz übergeben. Damit hat die Stadt nun Beiträge aus 18 der 26 Kantone erhalten.

Paul Müller wertet dies bereits als erfreuliche Geste der Verbundenheit unter den Kantonen. Er weiss aber, dass noch weitere Aktionen, ähnlich wie in der Waadt, laufen. Die 26 Fontänen symbolisieren die 26 Kantone.

Glücksfall für Bern Tourismus

Auch für Bern Tourismus ist der neu gestaltete und von den Autos befreite Bundesplatz zur Trumpfkarte geworden, die man nutzen will, wie Vizedirektor Thomas Lüthi auf Anfrage sagte. Das Bundeshaus als Fotosujet sei mit dem neuen Platz wesentlich attraktiver geworden.

Die Leute realisierten nun, dass Bern mehr zu bieten habe als Bärengraben und Zytglogge. Die Tourismusorganisation glaubt, dass es künftig leichter fällt, die Besucherinnen und Besucher aus aller Welt länger in Bern zu halten.

(sda)

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