Aktualisiert 07.11.2013 18:37

Entlassen

Bundespolizist mit Kinderpornos erwischt

Gegen einen Mitarbeiter des Bundesamts für Polizei ist ein Verfahren wegen Kinderpornographie eröffnet worden. Er wurde fristlos entlassen.

von
lüs/dia
Auf dem Computer des Fedpol-Mitarbeiters wurde laut Tele Bärn Kinderpornographie gefunden.

Auf dem Computer des Fedpol-Mitarbeiters wurde laut Tele Bärn Kinderpornographie gefunden.

Die Fahndung nach verbotenem pornografischem Material ist eine der Aufgaben des Bundesamts für Polizei (Fedpol). Nun ist ein Fedpol-Mitarbeiter selber wegen des Besitzes von verbotenen Pornos ins Visier der Justiz geraten. Die Berner Staatsanwaltschaft hat gegen den langjährigen Fedpol-Mitarbeiter ein Verfahren eröffnet, weil er Kinderpornos heruntergeladen und konsumiert haben soll. Auf seinem Computer wurde entsprechendes Material sichergestellt, wie «Tele Bärn» am Donnerstagabend berichtet. Der 53-Jährige hatte zuvor sechs Jahre lang beim Fedpol gearbeitet.

Fedpol-Sprecherin Danièle Bersier bestätigt gegenüber 20 Minuten den Fall: «Gegen einen Mitarbeiter von Fedpol ist im Sommer 2013 die fristlose Kündigung ausgesprochen worden, nachdem gegen ihn in einem Kanton ein Strafverfahren eröffnet worden war.»

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und der laufenden Strafuntersuchung könnten keine weiteren Details zu dem Fall bekannt gegeben werden, für den Betroffenen gelte die Unschuldsvermutung.

Schlechte Kommunikation

In der Politik zeigt man sich ab den Enthüllungen schockiert. «Die Leute, die für eine solche Stelle in Frage kommen, müssen natürlich genau auf Sicherheitsrisiken überprüft werden. Auch wenn hier weiterhin die Unschuldsvermutung gilt», sagte FDP-Frau Christa Markwalder gegenüber Tele Bärn. Es sei nun an den Gerichten den Fall aufzuklären.

Die Behörde habe zwar schnell reagiert, wie man dies auch schon in anderen Fällen getan hat. Jedoch stört sich Markwalder daran, dass das Fedpol den Fall nicht aktiv kommuniziert hat. «Es sieht fast so aus, als wollte man den Fall unter den Tisch kehren», so die Politikerin.

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